Donnerstag , 20. Februar 2020
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Polizisten in Uniform. Quelle: picture alliance / Andreas Gora

Mann pupst Polizisten an: Ermittlungen wegen Beleidigung

Er soll erst Polizisten den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt und dann in Richtung eines Polizisten „flatuliert“ haben. Jetzt ermitteln die Beamten gegen den pupsenden Leipziger.

Ein Mann aus Leipzig muss sich wegen Beleidigung von Polizeibeamten verantworten – unter anderem, weil ihm in Richtung eines Polizeibeamten ein Pups entfahren sein soll. Der Rechtsanwalt und Leipziger Grünen-Politiker Jürgen Kasek veröffentlichte ein Schreiben der Polizei, in dem seinem Mandanten diese Tat zur Last gelegt wird, berichtet die „Leipziger Volkszeitung“.

Aus dem Schriftstück geht hervor, dass der Mann am 10. November 2019 am Connewitzer Kreuz Beamten mehrfach den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt haben soll. Als diese ihn danach einer Kontrolle unterzogen, soll er „in Richtung eines Polizeibeamten flatuliert haben“, wie es in dem Schreiben der Polizei an den Mann heißt. Darin sah die Polizei den Tatbestand der Beleidigung gleich zweimal erfüllt.

Ein ähnlicher Fall scheint dem Rechtsanwalt noch nie untergekommen zu sein – jedenfalls fragt er in seinem Facebook-Post: „Wie geht so was, also das gezielte Flatulieren?“

Tatsächlich hat sich ein ähnlicher Fall vor einigen Jahren in Berlin ereignet, hat die „Leipziger Volkszeitung“ recherchiert. Ein Mann soll damals während einer Verkehrskontrolle zweimal in Richtung einer Polizistin gepupst haben – am Ende wurde das Verfahren jedoch eingestellt.

RND/ps