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Liegengebliebene Kassenbons in einer Bäckerei. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Süßer Protest: Bäcker aus Bayern erfindet Kassenbon zum Essen

Seit dem 1. Januar sind Kassenbons bei jedem Einkauf Pflicht. Und während der Gesetzgeber damit mehr Transparenz für den Kunden durchsetzen will, mehren sich zunehmend kritische Stimmen. Ein Bäcker aus Oberbayern nun hat ein kreatives Zeichen gegen die Kassenbonflut gesetzt und erntet damit bundesweit Lob.

Seit Januar sind Kassenzettel beim Einkauf Pflicht – und was als mehr Transparenz für den Kunden gedacht ist, entpuppt sich immer mehr zum Ärgernis. Zu viel Müll. Zu viel Papierverschwendung. Zu viel Bürokratie.

Bei mehr als 500 Kunden pro Tag kommt da in der „Bäckerei Ways“ in Moosinning bei München ein ordentlicher Batzen Papier zusammen – und das ist auch der Grund, warum Inhaber und Bäckermeister Ludovic Gerboin seinen „Kassenbonkrapfen“ ersann; quasi als seinen Beitrag zur Kassenbonpflicht. Der Bon, bestehend aus essbarer Zuckermasse, klebt jetzt direkt auf dem Kuchen – und selbstverständlich kann das Ganze auch gegessen werden.

Bei den Kunden entwickelte sich der Kassenbonkrapfen schon nach wenigen Tagen zum Verkaufsschlager. Und auch in den sozialen Medien überschlagen sich die Kunden mit Lob: „Weiter so“, heißt es da. Und an anderer Stelle: „Ein Glücksfall für die Gemeinde.“

Wie heißt es so schön? Liebe geht durch den Magen – und Bürokratie offenbar auch.

RND/ma