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Ein junges Mädchen, das mit einer Gruppe Jugendlicher unterwegs ist, klebt Flugblätter mit einem Bild von Rebecca an einen Laternenpfahl. Quelle: Christoph Soeder/dpa

Staatsanwalt über Fall Rebecca: “Wir haben keine Hoffnung mehr, dass sie noch lebt”

Am Dienstag jährt sich zum ersten Mal der Tag des Verschwindens der 15-Jährigen Rebecca aus Berlin. In einem Interview spricht der ermittelnde Staatsanwalt über die Mordtheorie, warum der Schwager verdächtigt wurde und das letzte Lebenszeichen von Rebecca.

Am 18. Februar 2019 verschwand die damals 15-Jährige Rebecca Reusch spurlos. Zuletzt wurde sie lebend im Haus ihrer Schwester und deren Ehemann gesehen. Der ermittelnde Staatsanawalt Martin Glage (54) spricht in einem Gespräch mit der “Bild” über den Fall und erklärt, warum der Schwager in den Fokus der Ermittlungen geriet: “Er hatte in seiner ersten Vernehmung eben keine nachvollziehbare Erklärung gegeben, wo er zu dieser Zeit war.” Ermittlungen zufolge sei er der Letzte gewesen, der mit Rebecca im Haus war.

Glage erklärt auch, warum die Ermittler mittlerweile an einen Mord glauben: “Das ist die kriminalistische Erfahrung, die wir hier berücksichtigen müssen. Wir haben, nachdem die Tat bereits ein Jahr zurückliegt und umfangreiche Ermittlungen geführt wurden, keine Hoffnung mehr, dass Rebecca noch lebt.”

Ein letztes Lebenszeichen habe es aber noch am Morgen ihres Verschwindens gegeben. “Wir wissen von einem Foto, das sie an eine Freundin geschickt hatte am Morgen von ihrem Verschwinden, das darauf hindeutet, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch gelebt hat.“ Auf dem Foto sei Rebecca zu sehen gewesen.

Eine heiße Spur gebe es laut Glage derzeit nicht. “Die aktuellen Ermittlungen werden im Moment vorwiegend im Bereich der weiteren Hinweisabarbeitung geführt“, so der Staatsanwalt zu “Bild“.

RND