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Till Lindemann Quelle: Christoph Soeder

Till Lindemann: Darstellerinnen aus Musikvideo werden bedroht

Kürzlich schockierte mit seinem expliziten Musikvideo zur Single “Platz Eins”. Das hat Folgen für die russischen Darstellerinnen in dem Video. Sie werden jetzt online von einer radikalen Gruppierung bedroht.

“Rammstein”-Sänger schockierte vor kurzem mit einem sehr expliziten Musikvideo zu seiner neuen Single “Platz Eins”. Auf Youtube ist es sogar nur in zensierter Form zu sehen – unzensiert gibt es die Szenen nur auf einer pornografischen Plattform namens “Visit-X”.

Die wilden Sexszenen gegen Ende des Videos wurden unter anderem mit professionellen Pornodarstellerinnen gedreht, wie die “BZ” berichtete. Doch für die russischen Frauen hat der Dreh nun dramatische Folgen.

Frauen werden von radikaler Gruppierung bedroht

Wie das lettische Nachrichtenportal “Meduza” berichtete, ist die Identität von einigen Frauen in einem Internetforum enthüllt worden. Auf einer Liste seien ihre Profile von Instagram und dem russischen Netzwerk “VK” preisgegeben worden. Daraufhin hätten die Darstellerinnen Hunderte von Nachrichten mit Beleidigungen und Drohungen erhalten, so “Meduza”.

Wie eine der Darstellerinnen in einem Interview mit der russischen Zeitung “Fontanka” verriet, habe sich auch der Anführer der radikalen russischen Bewegung “Männlicher Staat” an den Drohungen beteiligt. Vladislav Pozdnyakov habe auf seiner Seite des russischen Netzwerks “VK” mit Nachrichten gegen einige Frauen gehetzt, die daraufhin von mehreren Gruppen weiterverbreitet wurden.

Darstellerin erwartet keine Hilfe von der Polizei

Die interviewte Darstellerin Elizabeth, deren wahrer Name anonymisiert wird, hat sich laut “Fontanka” mit ihrem Anwalt beraten, ob sie mit dem Fall zur Polizei gehen soll. Doch die habe bei ähnlichen Belästigungen einer anderen Frau nur mit den Schultern gezuckt. Mittlerweile würden etwa 20 Frauen online belästigt werden, auch jene, die gar nicht an den Dreharbeiten beteiligt waren.

“Um ehrlich zu sein, habe ich große Angst”, wird die Frau von dem Nachrichtenportal zitiert. “Diese Leute haben keine Angst, öffentlich zu schreiben, dass sie uns töten werden. Und das ist beängstigend.” Mittlerweile werde auch ihre Familie bedroht. Aus Angst vor gewalttätigen Angriffen bleibe die Frau daher zuhause und halte sich aus sozialen Netzwerken fern.

Das Video zu “Platz Eins” von ist nicht das erste anstößige Musikvideo dieser Art. Mit der Single “Knebel” veröffentlichte der Sänger bereits im November 2019 ein ähnlich verstörendes Video bei Youtube.

RND/al