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Ein Restaurant auf der Ferieninsel Rügen verbietet nicht nur Hunden, sondern auch Kindern den Zutritt (Symbolbild). Quelle: Halfpoint/Westend61/dpa-tmn

Kinder und Hunde müssen draußen bleiben: Gaststätte auf Rügen sorgt für Diskussionen

“Wir müssen draußen bleiben” – in der Regel kennen Hundebesitzer diese Hinweise von Ladenlokalen. Ein Restaurant auf der Ferieninsel Rügen verbietet nicht nur Hunden, sondern auch Kindern den Zutritt. Die Empörung ist groß.

Am Eingang des Lokals “Rügener Hof” auf der norddeutschen Ferieninsel hängt ein Schild. Darauf steht: “Aufgrund der fehlenden Erziehung durch Einzelne ist das Betreten der Räumlichkeiten durch Kinder bis 14 Jahre und Hunde nicht erwünscht.” Was zunächst wie ein Scherz klingt, ist dem Betreiber des Lokals hingegen ernst. Und genau das macht auch ein Schild an der Tür zum Gastraum erneut deutlich: “Aufgrund meiner autoritären Erziehung, verbunden mit einer geringen Toleranzspanne im Sinne Knigges sind Kinder bis 14 Jahre und Hunde nicht erwünscht.”

“Keine Kinder, keine Hunde”-Schild sorgt für Kontroversen auf Rügen

“Ich habe schon Familien erlebt, da essen Kinder Pommes mit Ketchup, aber ohne Teller, und die Schäferhunde Ajax und Hasso machen es sich auf meinen Sofas bequem.” Auch sein Papagei habe sich nicht mehr wie gewohnt frei im Raum bewegen können. „Weil die Kinder ihm immer auf den Kopf hauten, habe ich ihm einen Käfig hingestellt“, sagt Betreiber Wolfgang Felter im Gespräch mit der “Ostsee-Zeitung”.

Was für Felter eine logische Argumentation ist, ist vor allem für Familien auf der Insel ein echtes Aufregerthema. Dass alle ungezogenen Kinder und mangelnde Erziehungsmaßnahmen einzelner Eltern über einen Kamm geschoren werden, sorgt für Diskussionen – sowohl bei dein Einheimischen als auch bei Feriengästen auf der Insel.

Bereits 2018 sorgte ein Binzer Gastronom auf der Insel für Kontroversen, nachdem er sein Lokal in den Abendstunden für Kinder schloss.

RND/Uwe Driest/liz