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In Glinde startet eine DNA-Reihenuntersuchung im Fall des toten Babys. Die Reihenuntersuchung bei Frauen und Mädchen soll helfen, die Identität des vor einem Jahr gefundenen toten Babys zu klären. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Totes Baby aus Glinde: Rege Teilnahme an DNA-Test

Im März 2019 fanden Schüler in einem Wald in Glinde eine Babyleiche. Bis heute ist die Identität des kleinen Jungen ungeklärt – ein DNA-Test soll nun Hinweise auf die Herkunft des Säuglings geben. Etwa 530 Frauen aus der Umgebung wurden angeschrieben, an einer DNA-Reihenuntersuchung teilzunehmen.

Glinde. Die DNA-Reihenuntersuchung zur Klärung der Identität eines toten Babys aus Glinde (Schleswig-Holstein) ist nach Polizeiangaben auch am Sonnabend auf rege Resonanz gestoßen. Die Aktion war am Vortag gestartet worden. Schon in der ersten Stunde gaben fast 100 Teilnehmerinnen eine freiwillige Speichelprobe ab, wie ein Polizeisprecher sagte. Insgesamt waren etwa 530 Frauen und Mädchen zwischen 13 und 48 Jahren angeschrieben worden, die in der Nähe des Fundortes wohnen. Die Reihenuntersuchung wurde am Sonnabend um 10.00 Uhr fortgesetzt. Bis 18.00 Uhr konnten Speichelproben abgegeben werden.

Am 22. März 2019 hatten Schüler des Glinder Gymnasiums in einem Waldstück hinter dem Schulgelände die Leiche eines Neugeborenen gefunden. Laut Gerichtsmedizin war der kleine Junge etwa zwei Monate zu früh auf die Welt gekommen. Ermittler gaben ihm den Namen Leander. Die Suche nach der Mutter des Jungen verlief bislang erfolglos.

Nun sollen die DNA-Tests Hinweise auf die Herkunft des kleinen Jungen geben. Weitere Teilnehmerzahlen wollte die Polizei am Sonnabend nicht nennen. Sie verwies auf eine gemeinsame Erklärung mit der Staatsanwaltschaft, die für Montag angekündigt wurde. Ergebnisse des Tests werden laut Polizei vermutlich erst in drei bis vier Wochen vorliegen.

RND/dpa