Aktuell
Home | Nachrichten | Panorama | “Tatort”-Star Ulrike Folkerts kritisiert Rollenverteilung: “Eine Unverschämtheit”
Die Schauspielerin Ulrike Folkerts bei den Dreharbeiten einer “Tatort”-Folge.

“Tatort”-Star Ulrike Folkerts kritisiert Rollenverteilung: “Eine Unverschämtheit”

Ulrike Folkerts kennen viele als toughe “Tatort”-Kommissarin Lena Odenthal. Die Schauspielerin kritisiert nun, dass Frauen ab 50 kaum noch gute Rollen angeboten werden – und setzt sich dafür ein, dass sich das ändert.

Als “Tatort”-Kommissarin Lena Odenthal ist sie einem breiten Publikum bekannt geworden, vergangenes Jahr feierte sie 30-jähriges Jubiläum in der Krimireihe: Aber Ulrike Folkerts (58) spielt auch in anderen TV-Produktionen mit.

“Mit über 50 gibt es ja auch einfach nicht mehr so viele Rollen, das wird ja immer weniger”, sagt sie im Interview mit t-online.de – und ist deshalb froh, jedes Jahr die zwei “Tatort”-Drehs sicher zu haben. “Die Männer haben immer mehr zu tun und die Frauen immer weniger. Das ist echt eine Unverschämtheit.”

Folkerts kritisiert Geschlechterverhältnis in der Filmbranche

Generell sieht sie das Geschlechterverhältnis in der Filmbranche kritisch: “Jedes Theaterstück hat auch mehr Männer- als Frauenrollen. Dann gibt es einfach viel mehr männliche Autoren, männliche Regisseure und männliche Produzenten. Es wirkt so, als gebe es kein Interesse an Geschichten mit interessanten Frauen über 50, über die es sich lohnt, einen Film zu machen, was ja nicht stimmt. Ich glaube, es gibt zu wenige Autorinnen, die schreiben sollen oder dürfen”, sagt sie dem Onlineportal.

Zu dieser Kritik passt auch das Frauenbild von Folkerts: “Eine starke Frau ist für mich eine, die den Mund aufmacht”, sagt sie demnach. “Eine, die Spaß daran hat, mit einem guten Humor zuzuhören, gute Fragen zu stellen und sich einzumischen. Unabhängig zu sein von Männern.”

RND/hsc