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Volkmarsen: Einsatzkräfte stehen mit Maschinengewehren in einer Straße nahe der Stelle, an der ein Auto in einen Rosenmontagsumzug gefahren ist. Quelle: Swen Pförtner/dpa

Fahrt des Verdächtigen gefilmt? Zweite Festnahme in Volkmarsen

In Volkmarsen ist eine weitere Person festgenommen worden. Das sagte der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill. Noch ist unklar, ob der Festgenommene als Tatverdächtiger gelte oder ein Zeuge sei.

Volkmarsen. In Volkmarsen hat es nach Angaben des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill eine zweite Festnahme gegeben. Es sei noch nicht klar, ob der Festgenommene als Tatverdächtiger gelte oder ein Zeuge sei, sagte er auf einer Veranstaltung am Montagabend in Frankfurt am Main. Oberstaatsanwalt Alexander Badle wollte sich auf dpa-Anfrage zunächst nicht zur Festnahme äußern.

Der Mann soll nach Informationen aus Sicherheitskreisen hinter dem Auto gefilmt haben. Demnach ist aber noch unklar, ob es sich um einen Schaulustigen handelt oder ob er eingeweiht war. Er sei bereits kurz nach dem Zwischenfall von der Polizei mitgenommen worden, heißt es.

Nach Vorfall am Rosenmontagszug: Weitere Festnahme in Volkmarsen

Im nordhessischen Volkmarsen war bei einem Rosenmontagszug ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Dabei gab es nach Angaben des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill 30 Verletzte. Sieben davon seien schwer verletzt. Zum Motiv könne man nichts sagen, teilte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Alexander Badle, mit: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Zuvor hatte es zu den Hintergründen zum Teil widersprüchliche Angaben gegeben.

Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat lagen nicht vor. Das hessische Innenministerium schloss einen Anschlag nicht aus. Ein Sprecher der Behörde begründete das am Montag mit der Situation vor Ort. Der Fahrer war nach ersten Erkenntnissen den Behörden nicht als Extremist bekannt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend aus Sicherheitskreisen. Allerdings war er der Polizei nach dpa-Informationen in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen.