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Polizeiwagen stehen vor einem Schulgebäude in Göttingen. Quelle: Stefan Rampfel/dpa

Anonyme Anschlagsdrohung: Schule in Göttingen abgeriegelt

Gegen ein Gymnasium in Göttingen geht eine anonyme Drohmail ein. Die Schule bleibt am Dienstag geschlossen. Im Laufe des Vormittags gibt Innenminister Boris Pistorius Entwarnung.

Göttingen. Nach einer anonymen Drohmail sind die zwei Standorte eines Göttinger Gymnasiums am Dienstag abgeriegelt worden. Der Schulbetrieb falle aus, teilte die Polizei am Morgen mit. Im Laufe des Vormittags folgte dann die Entwarnung: Die Polizei schätzt die Gefährdungslage nach Angaben von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius inzwischen als gering ein. „Von daher kann ich Entwarnung geben“, sagte der SPD-Politiker in einer knappen Erklärung im niedersächsischen Landtag in Hannover. Beamte hatten zuvor mit Spürhunden das abgesperrte Schulgelände durchsucht.

„Es gab heute Nacht per Mail die Androhung eines Anschlags“, informierte Pistorius die Abgeordneten im Landtag. Die Polizei sei bei der Einschätzung der Gefährdung mittlerweile „am unteren Level“ angekommen. Einzelheiten zur Drohmail wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht nennen. Sie gab am Morgen weder den Inhalt noch den Empfänger der Drohmail bekannt, berichtete das “Göttinger Tageblatt”.

„Der Unterricht wurde für heute abgesagt“, sagte Pistorius im Landtag. Betroffen sind beide Standorte des Hainberg-Gymnasiums in Göttingen. Auf dem abgesperrten Gelände waren am Morgen schwerbewaffnete Polizisten im Einsatz und durchsuchten die Gebäude mit Spürhunden. Nach Angaben der Internetseite der Schule werden an dem Gymnasium rund 1200 Schülerinnen und Schüler von etwa 130 Lehrkräften unterrichtet.

RND/dpa