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Promis wie Blake Lively, Vanessa Hudgens und Gal Gadot äußern sich in der Corona-Krise auf ganz unterschiedliche Weise. Quelle: dpa/instagram/RND Montage Behrens

Gut oder schlecht? So unterschiedlich thematisieren Promis die Corona-Krise

Viele Online-Beiträge von Prominenten zum Coronavirus lösen Kopfschütteln und Kritik von ihren Fans aus. Dabei ist es so einfach, in diesen schwierigen Zeiten das Richtige zu tun.

Krisenzeiten bringen die Stärken und Schwächen eines jeden Menschen hervor. Das kann jeder bei sich selbst beobachten und auch bei berühmten Persönlichkeiten. Doch Prominente stehen die meiste Zeit in der Öffentlichkeit: Es gehört für sie meist dazu, fotografiert und interviewt zu werden und sich online in sozialen Medien zu äußern.

Besonders jetzt, wo die meisten Konzerte, Filmproduktionen und Shows abgesagt wurden, verbringen Promis ihre Zeit wie der Großteil der Gesellschaft zu Hause. Auf Instagram & Co. lassen sie die Follower an ihrem Alltag teilhaben. Nicht alle sind dabei ein Vorbild – mache Inhalte lösen auch Kopfschütteln aus.

Manche Äußerungen und Aktionen sind umstritten

Schauspielerin Vanessa Hudgens (31) zum Beispiel schockte in einem Instagram-Live mit sehr unsensiblen Kommentare über Corona-Tote. Unter anderem sagte sie: “Es tut mir Leid. Aber es ist ein Virus. Ich verstehe es. Ich respektiere es, aber gleichzeitig, auch wenn es jeder bekommt… Ja, die Leute werden sterben – was schrecklich ist. Aber, unvermeidlich?” Später entschuldigte sich die Sängerin, nachdem sie von ihren Fans – zu recht – kritisiert worden war.

Der Unmut der Netzgemeinde wurde auch deutlich, als “Superwoman”-Darstellerin Gal Gadot (34) ihre Kolleginnen und Kollegen aufforderte gemeinsam “Imagine” von John Lennon zu singen. Wenige Minuten lang sangen Gadot, Jamie Dornan (37) und andere Stars den Klassiker. Was vielleicht gut gemeint war, hat bei vielen Leuten Ärger ausgelöst: Im Internet wurden die Promis in Memes verspottet. Vor allem die Annahme, dass das gemeinsame Singen in irgendeiner Weise helfen würde, nahmen viele Follower nicht ernst.

Aufklären und Ablenken

Andere Prominente hingegen setzen ihr Vermögen ein, um den Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen – ohne groß darüber zu sprechen. Das Schauspieler-Ehepaar Blake Lively (32) und Ryan Reynolds (43) spendete zum Beispiel eine Million Dollar an Tafeln in den USA und Kanada. Dann gibt es wiederum Stars, die über gesellschaftliche Missstände aufklären, wie zum Beispiel der “Lost”-Darsteller Daniel Dae Kim (51). Der Schauspieler kritisierte den anti-asiatischen Rassismus im Zuge der Corona-Krise und forderte, das Virus nicht mehr “chinesisch” zu nennen.

Viele Superstars nutzten ihre Talente, um ihre Fans abzulenken. So spielten Musiker Konzerte aus ihren Wohnzimmern und streamten diese spontanen Auftritte im Internet, wie beispielsweise der Pianist Igor Levit (33) oder der Singer-Songwriter Johannes Oerding (38). Schauspielerin Jennifer Garner (47) hat die Buch-Initiative “Save With Stories” gegründet, bei der Prominente per Video aufnehmen, wie sie aus Kinderbüchern vorlesen. Damit sammelt die Organisation Spenden für bedürftige Schulkinder.

RND

Von Alisha Mendgen/RND