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Über den Berg sind längst noch nicht alle, aber als Zeichen der Solidarität wird auf den Berg Matterhorn der Hashtag #hope (Hoffnung) projiziert. Quelle: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa

Matterhorn als Symbol der Hoffnung in Corona-Krise

Symbol der Hoffnung in schweren Zeiten: Ein Lichtkünstler wirft abends für mehrere Stunden ein Licht auf das Matterhorn. Fünf Wochen lang schmückten das markante Wahrzeichen der Schweiz Flaggen aus aller Welt. Am Sonntag endet die Aktion, die Veranstalter senden einen Dankesgruß an Helfer in der Krise.

Zermatt. Der wie ausgestorbene Wintersportort Zermatt hat das Matterhorn zum Symbol der Hoffnung in schweren Zeiten gemacht: Fünf Wochen lang warf ein Lichtkünstler abends für mehrere Stunden ein Licht auf das markante Wahrzeichen der Schweiz. Zum Start der Aktion erschien auf dem über 1000 Meter hohen Felsmassiv der Schriftzug “Hope” (Hoffnung).

Die Ortschaft hatte den Lichtkünstler Gerry Hofstetter mit der Aktion, die unter dem Hashtag “#hope” in sozialen Medien verfolgt werden konnte, beauftragt. Seit dem 24. März beleuchtete Hofstetter täglich das Matterhorn mit abwechselnden Projektionen. Per Webcam-Übertragung konnte dem Lichtspektakel von überall auf der Welt beigewohnt werden.

Ende der Aktion #hope am 26. April: Veranstalter senden Dank an Helfer in aller Welt

Am 26. April endet die Lichtaktion #hope auf dem Matterhorn in Zermatt. Fünf Wochen lang projizierte der schweizerische Künstler Gerry Hofstetter Flaggen aus aller Welt auf eine Felswand. Mit der Aktion sandte Zermatt “ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität in die Welt hinaus”, wie die Tourismusbehörde der Stadt auf ihrer Website schreibt. Mit dem Wunsch, “bald zum gewohnten Alltag zurückzukehren”, beenden die Veranstalter die Projektionen des Matterhorn am Sonntag.

Bereits am Vorabend bedankten sich die Veranstalter bei der Schweizer Regierung, die “durch schnelles Handeln das wirtschaftliche Überleben” vieler Unternehmen gesichert habe. Darüber hinaus sprachen sie allen Menschen, “die bei der Bewältigung der Krise eine entscheidende Rolle” spielen, ihren Dank aus.

Matterhorn-Beleuchtung am 25. April: Iran, Nepal, Kanada, Pakistan

Am Samstag erstrahlte auf dem Matterhorn unter anderen die Flagge des Iran. Laut den Veranstaltern der Aktion gehört der Iran “zu den Ländern, welche am meisten vom Coronavirus betroffen sind”. Mit der Projektion der iranischen Flagge wolle man “ein Zeichen der Hoffnung” setzen und der Bevölkerung des Landes “viel Kraft und Durchhaltewillen” wünschen.

Alle Länder, deren Flaggen am Samstag, 25.04.2020 auf das Matterhorn projiziert wurden:

Iran Pakistan Kanada NepalAm 24. April auf dem Matterhorn: Österreich, Polen, Türkei und weitere Länder

Am Freitagabend, 24. April, wurden unter anderen die Flaggen Polens, der Türkei und Österreichs für einige Zeit auf das Matterhorn projiziert. Österreich lebe “wie die Schweiz stark vom Tourismus“, schreibt die Tourismusbehörde Zermatt auf ihrer Website. “Zudem arbeiten viele Österreicher in der Schweiz im Gastgewerbe”.

Die Flaggen dieser Länder waren am 24. April auf dem Matterhorn zu sehen:

Liechtenstein Österreich Polen Russland Singapur Südkorea Thailand Türkei UngarnLichtprojektionen auf das Matterhorn

“Das Matterhorn steht seit jeher als Symbol der Schweiz sowie als Ort der Kraft und des Halts”, teilte die Stat mit. “Zermatt ist überzeugt: So stark wie das Matterhorn, so stark muss die Gesellschaft nun zusammenstehen, verankert sein und den Sturm vorbeiziehen lassen.” Die Webcams rund um das Matterhorn übertrugen die Livebilder der Projektionen in hoher Qualität auf einer Website.

Zermatt hat Betten für mehr als 13.000 Gäste und hätte zur Osterzeit mit ausgebuchten Quartieren gerechnet. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist aber auch dort der Tourismus vorerst eingestellt.

RND/dpa/pf