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Schweineköpfe zum Verkauf auf dem Markt in Siem Reap, Kambodscha, Südostasien, Asien. Quelle: picture alliance / imageBROKER

Nichts gelernt aus Corona-Krise? Lebendtier-Märkte in Asien weiter geöffnet

Die Tierschutzorganisation Peta hat ein Video veröffentlicht, das Wildtier-Märkte in Teilen Asiens zeigt. Mit Blick auf das Coronavirus, das auf einem solchen Tiermarkt im chinesischen Wuhan auf den Menschen übergesprungen sein soll, lösen die Aufnahmen Kopfschütteln aus.

Woher stammt das Coronavirus? Eine der gängigen Theorien besagt, es könne sich auf Wildtier- oder Lebendtier-Märkten ausgebreitet und auf den Menschen übertragen haben. In China sollen diese Märkte geschlossen werden, doch mit Blick auf weitere Teile Asiens scheint davon keine Rede zu sein. Ganz im Gegenteil: Wildtier-Märkte erfreuen sich offenbar größter Beliebtheit.

Die Tierschutzorganisation Peta hat nun ein Video veröffentlicht, das nicht nur Virologen Kopfzerbrechen bereiten dürfte: Denn die Wildtier-Märkte in Indonesien und Thailand boomen wie nie zuvor. Die Aufnahmen sollen Anfang April entstanden sein und zeigen schockierende Bilder zusammengepferchter Tiere, die auf dem Markt geschlachtet werden.

Auf dem Boden befinden sich Tierkadaver, Blut und Innereien verschiedener Tiere – von Hygienemaßnahmen keine Spur. Stattdessen laufen die Verkäufer und Marktbesucher in Flip Flops durch die Blutlachen und Abfälle.

Peta warnt eindringlich vor einer weiteren Pandemie und fordert die Weltgesundheitsorganisation erneut auf, sich für die Schließung aller Lebendtier-Märkte weltweit einzusetzen – Deutschland inbegriffen.

RND/liz