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An der Lagerhalle, wo es zu einer Massenpanik kam, werden Spuren gesichert. Quelle: A. Hapuarachchi/Xinhua/dpa

Männer verteilen Geld an Bedürftige: Drei Frauen totgetrampelt

Als ein Geschäftsmann Almosen verteilen möchte, kommen 1000 Menschen in Sri Lanka zusammen. Bei einem Gerangel stürzen drei Frauen und werden totgetrampelt. Das hat ein juristisches Nachspiel für den Wohltätigen.

Colombo. Als sieben Männer auf Sri Lanka Geld an Bedürftige verteilen wollten, kam es zu einer Massenpanik, bei dem drei Frauen stürzten und zu Tode getrampelt wurden. Bei den Männern handele es sich um einen Geschäftsmann, der jedes Jahr zum Ramadan Almosen verteilt, und seine Helfer, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Dieses Jahr sei der Andrang besonders groß gewesen, weil viele Tagelöhner und andere Menschen wegen der Ausgangssperre keinen Job mehr hatten. So hofften am Donnerstagabend in der Hauptstadt Colombo mehr als 1000 Menschen auf die umgerechnet rund sieben Euro pro Person. Dann sei es zu einem Gerangel gekommen, bei dem die drei Frauen umfielen und zu Tode getrampelt wurden. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Die Geldgeber müssen sich wegen Tod durch Nachlässigkeit verantworten

Auch für den Geschäftsmann und seine Helfer hat die Aktion ein Nachspiel. Sie müssen sich wegen Tod durch Nachlässigkeit verantworten und hätten zudem die Ausgangssperren-Regeln verletzt, sagte der Polizist. Die Männer müssten nun bis Anfang Juni in Untersuchungshaft bleiben. Dann könnten sie mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

RND/dpa