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Wenn schon Videodreh, dann richtig: Beim nächtlichen Enstehungsprozess von Popstar Shirin Davids neuem Videoclip kam die Polizei und verteilte mehr als 70 Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Quelle: picture alliance / Geisler-Fotop

Lärm und Corona-Verstöße: Videodreh von Shirin David endet mit Polizeieinsatz

Künstler haben es in Pandemiezeiten besonders schwer mit Distanz und Homeoffice. Sängerin Shirin David drehte jetzt in einer Berliner Villa nächtens das Video zu ihrer neuen Single “Hoes up, G’s down”. Es gab Lärmbeschwerden und am Ende einen Polizeieinsatz.

Die gebürtige Hamburgerin und Wahlberlinerin Shirin David (25) lebt hauptsächlich von Musik. Wie viele Künstler ist die Sängerin und Produzentin in der Ausübung ihrer Kunst durch die Corona-Pandemie derzeit stark eingeschränkt. In der Nacht zu Montag drehte David nun im Garten einer Villa in Berlin ein Video zu ihrem neuen Stück „Hoes up, G’s down“. Allerdings nicht in der Ein-Künstler-ein-Instrument-ein-Song-Manier unserer distanzorientierten Pandemiezeiten, sondern im großen Stil. Jede Menge Begleitvolk für Jux und Tanzerei waren offenbar dabei.

Das Ganze endete laut Bild um 0.55 Uhr mit einem Polizeieinsatz. Lärmbeschwerden aus der um Nachtruhe bemühten Nachbarschaft riefen die Uniformierten auf den Plan, die die „Veranstaltung“ auflösten. “Nach Lärmbeschwerden wurden Kollegen in der Nacht zum Montag zu einer Villa in Westend alarmiert. Vor Ort stellten sie eine Party mit über 70 Gästen fest. Laut Veranstalter wurde einen Musikvideo gedreht.Die Veranstaltung wurde aufgelöst und #COVID19-Anzeigen geschrieben”, teilte die Polizei bei Twitter mit.

Gegenüber “Bild” bestätigte das Management von Shirin David den Einsatz, wollte sich aber mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

Ein Instagram-Eintrag der Schauspielerin Saskia Beecks („Berlin Tag & Nacht“) lässt auf den Vorgang schließen. Allerdings nennt Beecks in ihrem Post nicht den Namen der Künstlerin, wenn sie schreibt, eine Freundin begleitet zu haben, „die gebucht war“. Man habe ein wenig getanzt, auf einmal sei alles still gewesen und die Polizei vor Ort. „Innerhalb von einer halben, dreiviertel Stunde kamen da so zehn Mannschaftswagen an“, schreibt Beecks. Die Polizisten hätten das Haus umzingelt.

Die Beamten hätten dann auch zu tun gehabt. 72 Anzeigen gegen das Infektionsschutzgesetz wurden laut “Bild” geschrieben.

RND/big