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Besondere Schuldschwere: Der Angeklagte (M.) wird von seinem Rechtsanwalt Harald Roos (r.) begrüßt. Weil er sich in ein Haus geschlichen und Gift in einen Suppentopf gekippt hatte, wurde er in Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt - unwahrscheinlich, dass er nach 15 Jahren vorzeitig entlassen wird. Quelle: Boris Roessler/dpa

Gift in Nudelsuppe gekippt – Lebenslange Haft

Ein Mann drang in das Haus eines Ehepaares ein und kippte Gift in einen Topf mit Nudelsuppe. Jetzt wurde er wegen versuchten Mordes vom Landgericht Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwar wären um ein Haar “nur” die Hunde des Paares an der Suppe gestorben, aber wegen besonderer Schuldschwere darf der Täter, der “nichts getan” haben will, auch nicht vorzeitig entlassen werden.

Wiesbaden. Ein 49 Jahre alter Mann ist wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts Wiesbaden hat er eine Nudelsuppe vergiftet, um dadurch einen Mann zu töten. Laut Anklage war der jetzt Verurteilte in das Haus eines Ehepaares eingedrungen und hatte Gift in einen Topf mit Nudelsuppe gekippt. Der Ehemann verfütterte die Suppe an seine Hunde, die mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht wurden und überlebten.

Neben der Verurteilung zu lebenslanger Haft haben die Richter auf die besondere Schuldschwere erkannt. Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist damit rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. In seinem letzten Wort hatte der Angeklagte beteuert, nichts getan zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa