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Haben ihre eigene Reality-TV-Show: Carmen, Davina, Robert und Shania Geiss (von links). Quelle: RTL II/obs

Gewaltandrohung in Song: Kollegah muss Geiss-Kindern 100.000 Euro zahlen

Er hatte in einem Song mit Gewalt und Vergewaltigung gedroht – dafür muss Rapper Kollegah den beiden Töchtern der Familie Geiss jeweils 50.000 Euro zahlen. Das Landgericht Mannheim stellte eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts von Davina und Shania Geiss fest.

100.000 Euro kostet ein im Sommer 2018 veröffentlichter Song nun Rapper Kollegah und sein Plattenlabel Alpha Music. In dem Lied “Medusablick” rappte Kollegah zusammen mit seinem Kollegen Jigzaw über Davina und Shania Geiss, die beiden jugendlichen Töchter der Realitystars Robert und Carmen Geiss. Darin wurde den Mädchen mit Mord gedroht – und mit einer Vergewaltigung am 18. Geburtstag.

Kurzzeitig wurde die Single “Medusablick” damals mit einer einstweiligen Verfügung der Familie aus dem Verkehr gezogen – daraufhin änderten die Musiker die betroffene Textzeile. Der 25-jährige Jigzaw wurde bereits verurteilt, setzte sich aber in die Türkei ab, um einer Abschiebung wegen diverser Straftaten zu entgehen.

Mutter Carmen Geiss spricht von “seelischer Grausamkeit” und einer Traumatisierung

Das Urteil wurde bereits im November gesprochen, doch erst jetzt folgte die Begründung: Das Landgericht Mannheim sieht in dem Song eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Der Rapper legte Revision ein.

Die 15-jährige Shania und ihre ein Jahr ältere Schwester seien traumatisiert, sagte Carmen Geiss bereits kurz nach der Veröffentlichung des Songs zu “Bild.de”. Die Teenager hätten noch heute Angst, in Deutschland auf die Straße zu gehen. “Das war seelische Grausamkeit”, so die Mutter. Das Geld wollen sie laut “Bild”-Artikel in Aktien anlegen, damit sich die Jugendlichen ein Auto kaufen können, wenn sie 18 Jahre alt werden.

RND/msk