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Models präsentieren mit Mundschutz Mode von Anja Gockel auf der Fashion Show der Sommerkollektion 2021 “Asuka – der Duft von morgen” im Hotel Adlon. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Modenschau in Zeiten von Corona: Mit Abstand, Maske und Jenny Elvers

Die Fashion Week in Berlin fällt in diesem Sommer aus. Designerin Anja Gockel hat in der Hauptstadt nun trotzdem ihre neue Sommerkollektion vorgestellt. Das ging natürlich nur mit Abstand, Masken – und einem bekannten Gesicht.

Berlin. Eine Modenschau in Corona-Zeiten, das geht nur mit Abstand zwischen den Sitzen und mit Masken: Die Mainzer Designerin Anja Gockel (52) hat in Berlin ihre neue Sommerkollektion gezeigt. Der Rest der Fashion Week fällt mehr oder weniger ins Wasser. “Ich bin die Einzige, die die Flagge hochhält”, sagte Gockel am Dienstagabend.

Sie wolle ein Statement setzen: „Egal, wie groß der Druck auf eine Gesellschaft oder eine Szene ist, es gibt immer Möglichkeiten. Wenn dir 80 Prozent genommen werden, gibt es immer noch die 20 Prozent. Wenn Plan B nicht funktioniert, gibt es noch 24 andere Buchstaben im Alphabet.“ Sie sei froh, dass es mit echtem Publikum gehe. Die Models hatten zur Show im Hotel Adlon passende Masken zu ihren Outfits an. Auch Designerin Lana Müller zeigte einige Kreationen. „Wir müssen aufhören, Sachen alleine zu machen. Es gibt keine Konkurrenz, es gibt nur Energie“, sagte Gockel über die Zusammenarbeit.

Kürzlich war bekannt geworden, dass die Messe Premium von Berlin nach Frankfurt/Main zieht – ein schwerer Verlust für die Modewoche in der Hauptstadt. „Ich will weiter meine Modenschauen hier machen“, sagte Gockel. „Ich möchte in Berlin bleiben.“ Berlin sei nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die Szenestadt Deutschlands. „Und Mode braucht Szene.“ Ein Messegelände wie in Frankfurt findet Gockel dafür nicht geeignet.

Mit der Show gab es seit Monaten wieder ein bisschen Modezirkus wie früher in Berlin, mit Blitzlicht und Promis. Auch Jenny Elvers (48) war dabei. Sie sei das erste Mal nach der Corona-Pause wieder auf solch einem Event. Hat es vermisst? Es sei Teil des Business, sagt sie. „Ehrlich gesagt, haben wir ja jetzt andere Probleme gehabt, als über den roten Teppich zu laufen.“

Während des Stillstands habe sie wie viele Leute angefangen wie wild zu putzen, den Dachboden zu entrümpeln und Sachen auszusortieren. Als der Aktionismus vorbei gewesen sei, habe sie relativ viel fürs Fernsehen gemacht. Das sei mit den Auflagen schwierig gewesen, aber es sei gegangen.

RND/dpa