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Monika Grütters (CDU) und der Berlinale-Bär.

Zu wenig gute Filme? Ministerin Monika Grütters kritisiert deutsche Filmproduzenten

Die Kinobranche hatte 2018 ein schlechtes Jahr. Zur Berlinale redet die Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Produzenten deswegen ins Gewissen.

Mit Blick auf ein dramatisch schlechtes Kinojahr hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Filmbranche ins Gewissen geredet. „Zur Wahrheit gehört, dass wir 2018 nicht nur viel Sonne, sondern auch wenig zugkräftige Filme hatten – auch zu wenig zugkräftige Filme aus Deutschland“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin während des Produzententages zu Beginn der Berlinale. 2018 war die Zahl der Kinobesucher um knapp 14 Prozent eingebrochen.

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Grütters spricht über den Nutzen von Fördergeldern

Grütters sprach von „einem gewissen Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag“, zwischen deutscher Filmförderung und Zug- und Strahlkraft sowie der Zahl deutscher Filmerfolge. „Wenn eine Branche derart massiv mit Steuergeld unterstützt wird wie die Filmbranche, darf und muss auch nach dem Nutzen dieser Förderung gefragt werden“, sagte Grütters.

Die Fördertöpfe seien gut gefüllt, das solle auch so bleiben. Es müsse aber über die Verteilung von Förderung gesprochen werden. Deswegen will Grütters im ersten Halbjahr 2019 an einem runden Tisch mit allen Verantwortlichen über Änderungen sprechen. Nach ihren Angaben stecken Bund- und Länder mehr als 400 Millionen Euro in die Film- und Serienförderung.

Von dpa/RND