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Der Deutsche Kulturrat hat sich gegen privates Böllern zu Silvester ausgesprochen (Symbolbild). Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Feuerwerks-Debatte: Deutscher Kulturrat spricht sich gegen Silvester-Böllerei aus

Im Rahmen der Feuerwerks-Debatte hat sich der Deutsche Kulturrat gegen privates Böllern zu Silvester ausgesprochen. Statt privater Feuerwerke plädiert der Rat für zentrale Alternativen, die zum Jahreswechsel in Städten und ländlichen Regionen gemeinschaftlich organisiert werden. Auch Licht- oder Lasershows wären denkbar.

Halle. Der Deutsche Kulturrat hat sich gegen das individuelle Böllern an Silvester ausgesprochen. „Privates Knallen zu Silvester brauchen wir nicht“, erklärte der Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann, gegenüber MDR Kultur in Halle. Das Silvester-Böllern, wie es derzeit praktiziert werde, habe nichts mehr mit dem alten Brauchtum aus dem 16. Jahrhundert zu tun und sei unzeitgemäß.

„Ich finde schon, dass sich das private Feuerwerk zu Silvester negativ entwickelt hat“, unterstrich Zimmermann. Es ginge nicht mehr um ein schönes Feuerwerk, sondern um Krawall. Das sei für viele Menschen und auch für Tiere beängstigend. Zudem müsse man die Umweltbelastung durch Feinstaub bedenken.

Zentrale statt private Feuerwerke

Er sei der Ansicht, „dass ein solches Brauchtum nicht einfach weitergeführt werden muss ohne, dass wir einmal gemeinsam darüber nachdenken, ob es nicht auch bessere Alternativen gibt“. Zimmermann plädierte für zentrale Feuerwerke, die zum Jahreswechsel in Städten und ländlichen Regionen gemeinschaftlich organisiert werden: „Das würde die bösen Geister auch vertreiben, vielleicht sogar viel intensiver, als wenn jeder sein kleines Feuerwerk ansteckt.“ Auch Licht- oder Lasershows wären denkbar. Der Deutsche Kulturrat ist der Dachverband der Bundeskulturverbände.

RND/epd