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Haudraufmethode: Will Smith als Mike Lowrey. Quelle: -/Sony Pictures/dpa

„Bad Boys for Life“: Zwei lassen es noch mal krachen

Will Smith und Martin Lawrence fehlt der Mut zur Selbstironie: In „Bad Boys for Life“ (Kinostart: 16. Januar) reißen sie harmlose Witze übers Älterwerden.

Aus dem Alter für wilde Jungs sind Will Smith und Martin Lawrence mit über 50 raus, doch hält die US-Filmindustrie für Männer in der Midlife-Crisis umfangreiche Therapieangebote bereit. Und so können die beiden es nach 25 Jahren als „Bad Boys“ noch einmal krachen lassen.

Als „kugelsicherer“ Cop hat Detective Mike Lowrey (Smith) für Furore gesorgt. Doch der Mythos der Unverletzbarkeit hat ein Ende, als er einen Anschlag nur knapp überlebt. Das Spezialteam um die erfahrene Kriminalistin Rita (Paola Núñez) soll den Täter schnappen. Aber Mike ermittelt mit bewährten Haudraufmethoden in eigener Sache.

Richtige Stimmung will nicht aufkommen

Mit schlagkräftigen Frauenfiguren haben die Regisseure Adil El Arbi und Bilall Fallah das Machokonzept ein wenig den neuen Gepflogenheiten angepasst. Dass die Schurkin als Hexe tituliert wird und am Schluss ins Flammenmeer stürzt, macht die Bemühungen um feministische Correctness aber wieder zunichte. Richtig Stimmung will zwischen den gealterten Bad Boys auch nicht aufkommen. Harmlose Witze übers Älterwerden rufen nach mehr Mut zur Selbstironie, zu der es Skript und Hauptdarstellern an Größe fehlt.

„Bad Boys for Life“, Regie: Adil El Arbi, Bilall Fallah, mit Will Smith, Martin Lawrence, Paola Núñez, 123 Minuten, FSK 16

Von Martin Schwickert/RND