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Selten werden so viele, gute Thriller veröffentlicht wie im Frühjahr. Einfach mal zu Hause bleiben und in Ruhe schmökern. Quelle: HKI/dpa-tmn

Gruseln in den eigenen vier Wänden! Die besten neuen Thriller gegen den Corona-Blues

Fast alle verbringen gerade so viel Zeit zu Hause wie schon lange nicht mehr. Für wohliges Gruseln sorgen diese neuen Thriller. Von Jean-Christophe Grangé („Die Fesseln des Bösen“) über Melanie Raabe („Die Wälder“) bis hin zu Michael Tsokos („Abgefackelt“).

1. “No Sound – Die Stille des Todes” von Emma Viskic

Hannover. Der preisgekrönte Debütthriller “No Sound – Die Stille des Todes” der Australierin Emma Viskic ist mit fünfjähriger Verspätung nun auch auf Deutsch erschienen. Für die Reihe um den gehörlosen Privatermittler Caleb Zelic lernte Viskic die australische Gebärdensprache Auslan. Bereits im Juni wird der zweite Teil “No Words – Die Sprache der Opfer” in Deutschland veröffentlicht.

Darum geht’s: Calebs bester Freund Gary Marsden wurde brutal ermordet. Die beiden hatten in einer Reihe von Einbrüchen in eine Lagerhalle ermittelt. Dabei war Gary offensichtlich auf dunkle Machenschaften der Angestellten gestoßen. Oder steckt noch mehr hinter seiner blutigen Exekution?

2. „Neuschnee“ von Lucy Foley

Die Britin Lucy Foley kannte man bisher nur als Verfasserin von historischen Romantikromanen („Die Stunde der Liebenden“). Mit „Neuschnee“ hat die ehemalige Lektorin ihren ersten Psychothriller veröffentlicht. Das Werk erinnert von der Handlung her ein bisschen an die klassischen Agatha-Christie-Bücher. Eine begrenzte Anzahl von Personen, von denen einer der Mörder ist, ist irgendwo von der Außenwelt abgeschlossen. Mit einem wesentlichen Unterschied: Als Leser ist man nicht nur auf der Spur des Täters, sondern man weiß auch lange Zeit nicht, wer überhaupt umgebracht wurde. Eine raffiniert erzählte Mörderjagd mit überraschender Auflösung.

Darum geht’s: Neun Freunde verbringen den Jahreswechsel in einer abgelegenen Berghütte in den schottischen Highlands. Ein heftiger Schneefall schneidet das Anwesen von der Zivilisation ab. Als einer der Freunde tot im Neuschnee gefunden wird, bricht Panik aus…

3. „Die Wälder“ von Melanie Raabe

Seit 2015 erscheint fast jedes Jahr ein neuer Thriller von Melanie Raabe. Gleich ihr Erstling „Die Falle“ wurde noch vor Erscheinen in diverse andere Länder verkauft. „Die Wälder“ kommt wesentlich düsterer und mysteriöser daher. Zwei Handlungsstränge in zwei verschiedenen Zeitebenen locken den Leser bis zum furiosen Finale immer wieder auf die falsche Fährte. Spannend bis zum letzten Rauschen der Wälder.

Darum geht’s: Ninas einstiger bester Freund Tim ist unter mysteriösen Umständen gestorben. Vor seinem Tod hat er noch verzweifelt versucht, Nina zu erreichen. Sein letzter Wunsch: Nina soll Tims Schwester finden, die in den Wäldern des Heimatdorfes spurlos verschwunden ist. Doch eigentlich hatte Nina geschworen, nie wieder zurückzukehren…

4. „1794“ von Niklas Natt och Dag

Gleich der erste Thriller des schwedischen Journalisten Niklas Natt och Dag schlug ein wie eine Bombe. Der historische Spannungsroman “1793” wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und erhielt unter anderem den Schwedischen Krimipreis für das beste Debüt. Mit „1794″ ist nun sein zweites Werk erschienen, das noch um Einiges brutaler, düsterer und fesselnder ist. Natt och Dag gelingt es wie keinem Zweiten, das 18. Jahrhundert mit so einer unbändigen Sprachgewalt wieder aufblühen zu lassen, das es einem mehr als einmal den Atem bis zum Erreichen der letzten Seite raubt.

Darum geht’s: Stockholm, im Jahr 1794. Ermittler Jean Michael Cardell wird von einer Frau kontaktiert, deren Tochter in ihrer Hochzeitsnacht grausam verstümmelt wurde. Als Täter wurde der frisch angetraute Ehemann verhaftet und in ein Irrenhaus gesperrt. Doch die Mutter der Getöteten glaubt nicht an die Schuld ihres Schwiegersohns…

5. „Abgefackelt“ von Michael Tsokos

Darum geht’s: Rechtsmediziner Paul Herzfeld muss beruflich kürzertreten und wird in eine Pathologie in Itzehoe versetzt. Doch dann fackelt plötzlich das gesamte Klinikumarchiv ab und einer seiner neuen Kollegen stirbt in den Flammen. Alles sieht zunächst nach einem tragischen Unfall aus. Aber dann stolpert Herzfeld über die ersten Ungereimtheiten…

6. „Die Fesseln des Bösen“ von J.-Christophe Grangé

Darum geht’s: In einem Pariser Nachtclub werden zwei Tänzerinnen tot aufgefunden, die beide ein Verhältnis mit dem berühmten Maler Sobiesky hatten. Doch Ermittler Stéphane Corso kann Sobiesky den Doppelmord nicht nachweisen, da er ein hieb- und stichfestes Alibi für die Tatzeit hat. Doch Corso kommt einem dunklen Geheimnis immer näher…

 

 

 

Von Thomas Kielhorn/RND