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Laurel oder Yanny – das Netz ist gespalten, welches Wort zu hören ist.

Laurel oder Yanny? Jetzt mischt das Weiße Haus mit

Yanny oder Laurel? Darüber streitet sich gerade das Netz. Jetzt mischen hochrangige Mitarbeiter des Weißen Hauses in der Diskussion mit. Auch US-Präsident Donald Trump und sein Vize Mike Pence äußern sich.

Eine Audiodatei, die derzeit das Netz spaltet, hat es bis ins Weiße Haus geschafft. Die nur wenige Sekunden lange Aufnahme wiederholt ein Wort. Doch welches es ist, darüber scheiden sich seit Tagen die Geister. Einige Menschen hören Laurel – andere verstehen ganz klar Yanny. Jetzt ist die Diskussion um Laurel oder Yanny auch im Weißen Haus entbrannt, wie ein Video beim Kurznachrichtendienst Twitter zeigt. Auch US-Präsident Donald Trump und sein Vize Mike Pence mischen sich ein.

Den Anfang macht Ivanka Trump. Während die Tochter und Beraterin des Präsidenten „ganz eindeutig Laurel“ hört, ist sich die Direktorin für Strategische Kommunikation, Mercedes Schlapp, sicher, Yanny zu hören. „Yanny ist der Gewinner, Laurel der Verlierer“, versichert sie.

Doch damit ist die Diskussion um die Audiodatei längst nicht beendet: Kellyanne Conway meint, „es ist Laurel – aber ich könnte natürlich auch zu Yanny umschwenken, sofern das nötig ist“, sagte die Trump-Beraterin in Anspielung auf den von ihr geprägten Begriff „Alternative Fakten“. Bei Trumps Amtseinführung im Januar vergangenen Jahres seien mehr als eine Million Menschen gewesen, behauptete Conway damals. Laut Medienberichten seien aber lediglich 250.000 Menschen vor Ort gewesen.

Auch Trumps Sprecherin Sarah Sanders antwortet selbstironisch. Es sei berichtet worden, dass sie Laurel höre. „Eindeutig beziehen Sie Ihre Informationen von CNN, weil das sind Fake News. Alles, was ich höre, ist Yanny“, behauptet sie. Sie spielt damit auf Trumps Äußerungen an, CNN und andere US-Medien berichteten falsche Tatsachen.

Trump hört „covfefe“

Zuletzt äußert sich auch Vizepräsident Mike Pence: „Wer ist Yanny“, fragt er. Trump selbst meldet sich aus dem Oval Office zu Wort: „Ich höre ’covfefe’“, sagt er. Vor rund einem Jahr hatte der US-Präsident bei Twitter mit einem kryptischen Tweet für Verwirrung gesorgt. „Despite the constant negative press covfefe“, schrieb er damals. Das Posting löschte er kurz darauf und forderte die Nutzer auf, das Rätsel um das Nicht-Wort zu lösen. Vermutlich wollte Trump „coverage“ – also Berichterstattung – schreiben, spekulierten User.

Das Laurel-Yanny-Phänomen erklären sich Wissenschaftler über die Frequenz – und, fast noch wichtiger, darüber, was wir zu hören erwarten. Bei den Klangmustern beider Wörter soll es demnach Ähnlichkeiten geben. Das lässt Interpretationsspielraum für das Gehirn.

Von RND/are

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