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Uber will betrunkene Fahrgäste erkennen

Betrunkene Fahrgäste können schwierig sein, sind aber auch besonders verwundbar. Laut einer Patentanmeldung will Uber nun ermitteln, ob Fahrgäste viel getrunken haben – und entsprechend reagieren.

Uber will wissen, ob seine Fahrgäste betrunken sind – und zwar bevor sie von einem Fahrer oder einer Fahrerin abgeholt werden. Dazu will das Unternehmen Künstliche Intelligenz nutzen. Vor einiger Zeit meldete Uber ein entsprechendes Patent an, das vor Kurzem öffentlich wurde.

Um vorherzusagen, ob jemand zu viel getrunken hat, schaut sich die KI an, wie eine Person die Uber-App normalerweise benutzt. Dabei werden verschiedenen Faktoren berücksichtigt: Zum Beispiel, wie viele Tippfehler jemand beim Schreiben macht oder wie präzise man auf Links oder Buttons klickt. Aber auch wie schnell jemand läuft oder wie lange man gebraucht hat, um das Uber zu rufen, wird einbezogen. Anhand dieser Parameter erkennt die KI dann ein ungewöhnliches Verhalten. Dazu kommen dann noch Informationen wie: Wo wurde das Uber bestellt und zu welcher Uhrzeit?

Die KI kann die Fahrern vorwarnen

Ruft jemand also ziemlich ungeschickt um zwei Uhr Nachts ein Uber zu einem beliebten Ausgehviertel, kann Uber seine Fahrer vorwarnen. Oder es wird ein Fahrer geschickt, der im Umgang mit Betrunkenen besonders geschult ist. So könnte man unter Umständen auch die Passagiere besser schützen: In den USA gab es laut einer CNN-Recherche in den vergangenen vier Jahren mehr als hundert Uber-Fahrer, die betrunkene oder angetrunkene Passagiere sexuell belästigt oder missbraucht haben sollen.

Außerdem könnte Uber es einrichten, das nüchterne und betrunkene Menschen sich nicht mehr ein Auto teilen müssen. Oder der Fahrgast wird gar nicht erst mitgenommen.

In Deutschland will Uber demnächst Gespräche mit Vertretern einzelner Städte und Bundesländer über Kooperationen aufnehmen. In der Vergangenheit hatte Uber dabei in der EU einige Rückschläge hinnehmen müssen.

Von Anna Schughart/RND

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