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Von 100 Autoren und Künstlern für alle klugen Köpfe: Das Jubiläumsheft des „Lettre international“ zeigt eine Abwandlung des Honecker-Breschnew-Bruderkusses.

Intellektueller Blick – „Lettre international“ wird 30

Jubiläum eines Blattes, das seine Leser fordert. Die deutsche Ausgabe des „Lettre international“ wurde 1988 gegründet, überragt mit seinem Riesenformat alle anderen Zeitschriften und ist in Zeiten der Textsplitter mit sehr sehr langen Texten erfolgreich.

Diese Zeitschrift macht es dem Leser nicht einfach: 37 Zentimeter hoch, 27 Zentimeter breit, ist sie enorm unhandlich. Diese Zeitschrift veröffentlicht zudem Texte, die nicht nur lang, sondern sehr lang sind. Und doch ist sie jedes Mal wieder ein großes Lesevergnügen. Nun wird die „Lettre international“ stolze 30 Jahre alt. Und feiert sich mit einer hochinteressanten Ausgabe.

Ziel war eine weltoffene Zeitschrift

Als die deutsche Ausgabe von „Lettre international“ 1988 gegründet wurde, war das Ziel, eine weltoffene Zeitschrift mit Essays, Reportagen, Kommentaren, Poesie und Kunst zu schaffen. Jedes Heft wird von Künstlern mitgestaltet, die Jubiläumsnummer 121 (187 Seiten, 17 Euro) zeigt Bilder von Tobias Rehberger. Er hat auch die Titelseite gestaltet, die in Anspielung an den sozialistischen Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker einen neuen Bruderkuss zeigt: „Transatlantisch, transkatholisch, transbajuwarisch, interkulturell, grenzüberschreitend“, wie es zu Beginn des Heftes heißt.

100 Autoren und Künstler schufen die Jubiläumsausgabe

Das Geburtstagsheft haben 100 Autoren und Künstler gestaltet. Zu den prominentesten gehören der deutsche Kulturphilosoph Karl Heinz Bohrer, der indische Essayist Pankaj Mishra, der französische Philosoph Marcel Hénaff und die schwedische Schriftstellerin Sara Stridsberg. Diese Aufstellung zeigt schon, was „Lettre international“ bis heute geblieben ist: ein intellektuelles, internationales, interdisziplinäres Heft. Dem Gründungsherausgeber und Chefredakteur Frank Berberich geht es dabei um nichts weniger als „Aufklärung in der Weltgesellschaft“. Ein Projekt mit Zukunft.

Von Kristian Teetz / RND

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