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Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle (DW).

Zu viel Hass: Deutsche Welle schaltet Kommentarfunktion im Netz ab

Die Redakteure der Deutschen Welle haben genug von hasserfüllten Kommentaren auf der Webseite des ARD-Senders. Diese hätten mit einem „konstruktiven Meinungsaustausch nichts mehr zu tun“.

Die Deutsche Welle, der Auslandsrundfunk der ARD, hat die Kommentarfunktion auf ihrer Website abgeschaltet. Die Entscheidung sei schwer gefallen, begründete Chefredakteurin Ines Pohl diesen Schritt. „Denn gerade wir, die Deutsche Welle, kämpfen ja für einen offenen, kritischen Austausch von unterschiedlichen Argumenten, für die weltweite Pressefreiheit.“ In der vergangenen Zeit hätten die „überwiegenden Beiträge allerdings ein solches Niveau erreicht, dass sie mit einem konstruktiven Meinungsaustausch nichts mehr zu tun haben.“

Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistischen Äußerungen

Der Diskurs sei geprägt gewesen von persönlichen Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistischen Äußerungen, die auf der DW-Seite nichts zu suchen haben. Der Deutschen Welle sei bewusst, „dass wir mit dem Abschalten der Kommentarfunktion diejenigen Nutzerinnen und Nutzer verärgern, die engagiert und lebendig die Argumentation unserer Kommentatoren hinterfragt haben“, sagte Pohl. Deshalb werde künftig in einzelnen Artikeln die Kommentarfunktion geöffnet, um gezielt den Austausch zu suchen. Weiter sei es unter anderem möglich, alle bei Facebook geposteten DW-Beiträge zu kommentieren.

Von RND/dpa

14 Kommentare

  1. diskussionskultur ist nun mal nicht jedem gegeben. besonders egoisten, rassisten und nationalisten haben damit ein großes problem. hass aus dem netz nehmen, geht leider nur oft mit abschalten. leider suchen sich genau diese hassprediger , dann andere möglichkeiten, um zu hetzen. es heißt also wachsam bleiben, so lange man lebt.

    • Andreas Janowitz

      Es ist schon ernüchternd mit was man sich da so auseinandersetzen darf. Ich erinnere an das Forum, besser die Güllegrube, der letzten „Kontraste“ Sendung, wo sich Not und Elend des geistigen unvermögens „Gute Nacht!“ sagen. Auf FB sah es ja schon übel aus, aber die zig tausende „Beiträge“ auf YT sind einfach nurnoch aus der Tonne. Man käme mit dem Löschen schon gar nicht mehr hinterher.
      Was ich nicht verstehe ist wesshalb „alte“ Kanäle nicht einfach höher gewichtet werden und die Spamkotschleudern so automatisch hinten über fielen. Auch bei der DW muss man ein Konto eröffnen, also alte Konten höher gewichten und junge eher kontrolieren, notfalls Spam e-mail adressen blacklisten. Dabei sowieso nur E-mail adressen von deutschen Providern zulassen?
      Bei der LZ ist die Kotschleuderei im Vergleich dazu einfach.

      • Wir arbeiten an einer Lösung. bol/LZonline

        • Andreas Janowitz

          Man muss das Rad nicht ständig neu erfinden. Bei Heise sieht es doch ganz gut aus. Ja auch dort steht grenzwertiges und manchmal auch Unfug, aber das Niveau an Blödartigkeiten und schlichter Sabotage der Diskussion scheint mir gering.

  2. Norbert Kasteinecke

    Na Klaus, wieder zuviel belltower gelesen?

    Ganz abgesehen von dieser dummen Bezeichnung „Hass“, fragt man sich auch ggflls. woher das kommt ?
    Es stände den „Betroffenen“, in diesem Falle der Deutschen Welle etwas Reflektion ganz gut zu Gesicht.
    Stattdessen begibt man sich in die Fötushaltung und spielt das Opfer – altbekanntes Verhalten.

    Hass als Modewort, eingeführt von linksgrünen intellektuellen Aktivisten und medial verbreitet von links-grüner Journaille…..
    Ines Pohl hat vor Jahren schon Petting statt Pershing in Mutlangen gerufen, infolgedessen wurde sie dann Chefredakteurin der TAZ.
    Soll ich noch weiter erzählen?

    Nun denn.

    • @ NK

      Hier Kommentar belegt nur, wie Recht Herr Bruns hat…

      Aber erzählen Sie gerne weiter.

      • Norbert Kasteinecke

        Was an meinem Post gefällt Ihnen nicht ?
        Dass ich die Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachte?

        • Hass ist kein modewort norbert. es findet statt. sogar in kreisen, wo man es nicht erwartet hat. die afd hat die büchse der pandora geöffnet. sie schließen, ist die aufgabe aller demokraten, egal aus welchem blickwinkel. ich nehme an, die afd und ihre anhänger fühlen sich da nicht angesprochen, oder? ganz im gegenteil.

          • Norbert Kasteinecke

            Könnten Sie bitte mal genau definieren, was Sie denn nun mit dem Schlagwort „Büchse der Pandora“ meinen?

            Genau so gut könnte ich sagen, Frau Merkel hat 2015 diese Büchse geöffnet.

    • Norbert
      reflektion ist immer gut, deswegen hat ja auch die dw ihre entscheidung getroffen. und sie hat richtig getroffen, da nur die jammern, denen man ihr lieblingsspielzeug wegnimmt. die fötushaltung ist doch eine domäne der afd. sie kombiniert es zusätzlich noch mit einer opferhaltung. eigentlich sind sie nur sehr komisch. man sollte sie nicht zu ernst nehmen, was ich schon von anfang an nicht getan habe.

      • Norbert Kasteinecke

        Ach ja Klaus, Sie haben von Anfang an die AfD nicht (so) ernst genommen?

        Das lese ich in jedem Ihrer Kommentare – lol.

        Ab wann wollen Sie denn die Partei ernst nehmen?
        Ab 25% Marktanteil oder erst ab 30%?
        Aber egal – die 13% wirken schon heftiger als Ihnen und vielen anderen lieb ist.
        Nicht umsonst laufen die etablierten Politiker wie die aufgescheuchten Hühner herum – es gibt endlich wieder eine Opposition.
        Hatten wir viele Jahre nicht, es wurde höchste Zeit.

        • Norbert
          meine kommentare sind das eine, meine einstellung zu parteien im allgemeinen und im besonderen bei der afd ist das andere. verkappte nazis nehme ich schon hin und wider ernst, aber anders als sie es sich denken. was sie opposition nennen, sind in meinen augen nur protestkasper , die nicht eine idee besitzen , etwas besser zu machen, was wirklich helfen würde, bestimmten bürgerschichten zu helfen, die sich nicht nur abgehängt fühlen, sondern es auch sind. diese egomanen wollen doch nur sich selbst helfen Norbert und dieses wissen sie auch. abschotten hat noch niemandem geholfen. ganz im gegenteil.

          • Norbert Kasteinecke

            Klaus, Sie schreiben dummes Zeug.
            Es zeigt nur, dass Sie sich mit der Materie nicht ernsthaft auseinandersetzen.

          • “ …die nicht eine idee besitzen , etwas besser zu machen, was wirklich helfen würde, bestimmten bürgerschichten zu helfen, die sich nicht nur abgehängt fühlen, sondern es auch sind.“

            Herr Bruns, welche Partei hat denn wirklich Ideen und arbeitet ernsthaft daran? Vorallem wirklich zum „Wohle des Deutschen Volkes“. Sprich zum Wohle der Bürger.

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