Aktuell
Home | Nachrichten | Medien | Neu bei Netflix & Co.: Von Sex, Mord und Pastewka
Die Neunte ist wieder lustiger: Bastian Pastewka und Sabine Vitua in einer Szene aus der achten Staffel der Serie „Pastewka“.

Neu bei Netflix & Co.: Von Sex, Mord und Pastewka

Für alle, die sich verloren fühlen im Reich der Video-on-Demand-Anbieter: Hier kommen – von heiter bis zappenduster – Streamingtipps für die nächsten Wochen.

Auch streamen will gelernt sein. Denn nicht nur Seriengold gibt’s auf Amazon Prime, Netflix & Co. zu sehen. Hier wird verraten, wo im Januar das Reinschauen lohnt:

„Sex Education“ (seit 11.1., Netflix) – Der linkische Otis Milburn (Asa Butterfield) ist ein High-School-Teenager und eine männliche Jungfrau. Seine Mutter Jean (gespielt von „Akte X“-Star Gillian Anderson) arbeitet ausgerechnet als Sexualtherapeutin und konfrontiert ihn regelmäßig mit freizügigen Gesprächen, Handbüchern und Videos über die körperliche Liebe. Eines Tages erkennt Otis, dass er mit seinem Fachwissen beim coolsten Mädchen der ganzen Schule punkten kann: der rebellischen Maeve (Emma Mackey). Gemeinsam gründen die beiden eine geheime Klinik, in der sie Mitschülern Beziehungstipps geben. In Wahrheit geht es in der komisch-dramatischen Serie natürlich nicht um Sex, sondern um die Liebe in Zeiten des Erwachsenwerdens.

„True Detective“ (ab 14.1., Sky Atlantic) – Die amerikanische Serie „True Detective“, in der Matthew McConaughey und Woody Harrelson als grenzwertige Cops brillierten, fuhr beim Start 2014 begeisterte Kritiken ein. Die zweite Staffel mit Colin Farrell und Vince Vaughn enttäuschte dagegen Zuschauer wie Kritiker. Jetzt zeigt der Bezahlsender Sky Atlantic die dritte Staffel der düsteren Polizeiserie. Diesmal dürfen Oscar-Gewinner Ali Mahershala und Stephen Dorff ran. Sie spielen die Polizisten Wayne Hayes und Roland West, die im ländlichen Arkansas das rätselhafte Verschwinden zweier Kinder aufklären müssen. Dabei stößt das knorrige Ermittlerpaar auf eine Mauer des Schweigens und kommt einem grauenhaften Verbrechen auf die Spur. Die gute Botschaft: Die neuen Folgen sind deutlich besser als die enttäuschende zweite Staffel der Serie. Die schlechte Nachricht: Die sagenumwobenen erste Staffel bleibt einsame Spitze.

„Pastewka“ (ab 25.1., Amazon Prime) – Er ist wieder da: Auch in der neunten Staffel der Comedyserie, in der er sich selber spielt, kommt es für Bastian Pastewka knüppeldick. Der Spaßmacher ist praktisch arbeitslos, chronisch pleite und trauert immer noch seiner geliebten Anne (Sonsee Neu) hinterher, die ihn in der vorangegangenen Staffel verlassen hat. Also ist Bastian in den neuen Folgen, die jetzt bei Amazon Prime zu sehen sind, zum entschlossenen Handeln gezwungen – was ihm eigentlich weniger liegt. Um über die Runden zu kommen und gleichzeitig seiner Ex-Freundin nahe zu sein, nimmt der Comedystar die Hauptrolle in einer Arztserie an, die rein zufällig in dem Krankenhaus gedreht wird, in dem Anne arbeitet – die Szenen, in denen das Weißkittel-Genre persifliert wird, gehören zum Besten der neuen Staffel, die wieder lustiger ist als die etwas verunglückte Staffel acht.

„Der Pass“ (ab 25.1., Sky Ticket) – Mord in den Alpen: Exakt auf der deutsch-österreichischen Grenze wird eine Leiche gefunden, die vom Täter verstörend in Szene gesetzt wurde. Die beiden Länder entsenden jeweils einen Ermittler an den extrem abgelegenen Tatort. Aus Berchtesgaden rückt die Jungkommissarin Ellie Stocker (Julia Jentsch) an, die noch voller Elan steckt, aus Salzburg kommt der zynische, desillusionierte Gedeon Winter (Nicholas Ofczarek). In der achtteiligen Serie, die vom dänisch-schwedischen Erfolgsformat „Die Brücke“ inspiriert ist, bekommt es das ungleiche Ermittlerduo mit einem Serienmörder zu tun, der einen monströsen Plan verfolgt, dabei spielen alte Bräuche, Mystik und dunkle Bergtäler eine Rolle. Die Serie ist Thriller und Drama mit ambivalenten Figuren zugleich – stark sind vor allem die eindringlichen Bilder aus den winterlichen Alpen.

Von Cornelia Wystrichowski/RND