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„Super Smash Bros. Ultimate“ im Test

148 Fäuste für ein Halleluja: „Super Smash Bros. Ultimate“ im Test

74 Kämpfer, 103 Arenen, 1300 Sammelobjekte – das sechste „Super Smash Bros.” für Nintendos Switch ist eine richtig dicke Packung. Aber überzeugt es auch spielerisch?

Markenpflege hat bei Nintendo eine lange Tradition: 1999 schickten die Japaner erstmals zwölf ihrer Figuren – unter anderem Mario, Pikachu und Link – in die virtuelle Gladiatorenarena. Der Titel dieses Mash-Ups: „Super Smash Bros“.

Die Reihe erarbeitete sich schnell einen Platz in den Herzen der Fans und bald auch im E-Sport. Mit dem sechsten Ableger hat Nintendo allen Switch-Besitzern kurz vor Weihnachten das ultimative Geschenk beschert – nicht nur wegen des Untertitels „Ultimate“.

Quantitativ wird das Spiel seinem Namen jedenfalls gerecht. Die Kämpferriege ist inzwischen auf 74 Recken angewachsen, darunter finden sich neben den Altbekannten auch diverse Figuren anderer Entwickler wie Mega Man und Sonic. Noch größer fällt der Umfang bei den 103 Arenen aus.

Und dann sind da auch noch die rund 1300 freischaltbaren „Geister“: Abzeichen, die Figuren aus allen nur erdenklichen Spielen abbilden und verschiedene Boni verleihen. Wer sich dieses Spiel kauft, bekommt also das dickste Nintendo-Paket, das es zur Stunde gibt.

Trotz dieses monströsen Umfangs bleibt die Nintendo-typische Qualität nicht auf der Strecke. Das Kampfgeschehen läuft so flüssig und präzise wie eh und je ab. Das ist auch bitter nötig, denn bei den „Smash Bros.“ gilt es, die Kontrahenten – bis zu acht treten gleichzeitig an – zu schwächen und anschließend aus der Arena zu werfen, weshalb man viel Zeit in der Luft verbringt. Agilität und Kontrolle sind deshalb das A und O.

Im Vergleich zu anderen Prügelspielen ist „Ultimate“ jedoch sehr einsteigerfreundlich, da das Steuerungsschema bei jedem Kämpfer gleich ausfällt. In Hinblick auf Angriffe, Größe und Agilität gibt es allerdings eklatante Unterschiede, sodass sich jede Figur anders anfühlt.

Für weitere Abwechslung sorgen Superangriffe, Sonderregeln sowie zahlreiche Items. Ebenfalls zahlreich sind die Spielmodi – der neueste ist der Abenteuermodus, der simple Rätsel, dezente Rollenspielelemente und gut 20 Stunden Spielzeit bietet.

Das Komplettpaket wird abgerundet durch einen 850 Songs umfassenden Soundtrack und eine detailverliebte Optik, die es gelegentlich aber mit Spezialeffekten übertreibt: Das Geschehen geht – insbesondere wenn acht Spieler antreten – förmlich in Explosionen und Rauchwolken unter.

Nichtsdestotrotz garantiert „Super Smash Bros. Ultimate“ mit seiner intuitiven Mechanik, seinem Chaos-Faktor und diversen Anpassungsmöglichkeiten hunderte Stunden Spielspaß. Ein Pflichttitel für jeden Switch-Besitzer.

Von Christian Neffe