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Starb 2009: Die US-amerikanische Musiklegende Michael Jackson

„Leaving Neverland“: „King of Pop“-Erben wollen HBO-Doku stoppen

Die Erben von Michael Jackson stemmen sich mit aller Macht gegen die geplante Ausstrahlung einer Doku über den „King of Pop“ bei HBO. Denn in der Produktion kommen zwei Männer mit Missbrauchsvorwürfen gegen den Popstar zu Wort.

Die Erben von Michael Jackson wollen die Ausstrahlung einer umstrittenen Dokumentation über den „King of Pop“ in Großbritannien verhindern. „Leaving Neverland“ verletze die ethischen Programmrichtlinien des Senders Channel 4, hieß es am Montag in einem Brief des Anwalts der Hinterbliebenen. Konkret beziehen sie sich auf eine Regel, laut der Beschuldigten nach schwerwiegenden Anschuldigungen eine Reaktion eingeräumt werden soll.

„Schwerwiegende Anschuldigungen“ gegen Michael Jackson

„Ich denke, wir können uns alle einigen, dass diese falschen Anschuldigungen in Ihrer „Dokumentation“ „schwerwiegende Anschuldigungen“ sind. Man kann sich kaum schwerwiegendere Anschuldigungen gegen jemanden vorstellen“, argumentierte der Anwalt Howard Weitzman.

In der Dokumentation kommen zwei Männer mit Missbrauchsvorwürfen an Jackson zu Wort. Sie sorgte bereits in den USA für Aufsehen, als sie beim Sundance-Filmfestival Premiere feierte. Die Angehörigen der Pop-Legende kritisieren, dass weder die Erben selbst, noch Familienmitglieder oder Freunde berücksichtigt worden seien.

Dokumentation soll Anfang März ausgestrahlt werden

In der vergangenen Woche hatten sich Jacksons Hinterbliebene bereits mit einem ähnlichen Brief an den US-Sender HBO gewandt. HBO und Channel 4 sind Co-Produzenten der Dokumentation. Channel 4 reagierte zunächst nicht auf den Brief. Die Dokumentation soll Anfang März in Großbritannien und in den USA ausgestrahlt werden.

Die Betonung des Films liegt auf den Männern Wade Robson und James Safechuck. Sie werfen Jackson vor, sich einst an ihnen vergangen zu haben. Nach dessen Tod 2009 hatten sie seine Erbengemeinschaft erfolglos verklagt, derzeit laufen Berufungsverfahren. Zuvor hatten beide Männer vor den Behörden angegeben, Jackson habe sie nicht missbraucht. Robson sagte 2005 vor Gericht gar zugunsten des Popstars aus.

Von RND / dpa