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Mitte Januar demonstrierten Fans gegen die Absetzung der „Lindenstraße“ in Köln.

Rundfunkratsvorsitzender kritisiert Aus für „Lindenstraße“

Der Rundfunkratsvorsitzende Klaus Sondergeld hält die Entscheidung, die „Lindenstraße“ einzustellen für falsch. Das sind seine Argumente.

Der Vorsitzende des Rundfunkrats von Radio Bremen, Klaus Sondergeld, kritisiert das geplante Aus für die „Lindenstraße“ im Ersten. „Die ‚Lindenstraße‘ hat wahrscheinlich viel mehr zur Liberalisierung unserer Gesellschaft beigetragen als ‚Panorama’“, sagte Sondergeld in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das aufzugeben halte ich für ganz verkehrt.“ Der Rundfunkratsvorsitzende wandte sich damit auch gegen Pläne von Medienpolitikern, den Auftrag von ARD und ZDF auf Information, Bildung und Kultur zu verengen.

Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk die gewohnte Mischung, zu der auch Unterhaltung gehört, nicht mehr bieten könne, beginne „das Totenglöcklein zu läuten“, warnte Sondergeld. Es wäre seiner Ansicht nach dumm, sich unterhaltsame Möglichkeiten der Informationsvermittlung zu verbauen. Wissen könne auch in Shows und Talkshows vermittelt werden. Auch wenn die Verantwortlichen die Volksmusiksendungen mit Florian Silbereisen aus dem Programm nähmen, würde sich das Publikum von der ARD abwenden.

Bereits Mitte Januar waren Fans der „Lindenstraße“ in Köln auf die Straße gegangen, um gegen das Aus der ARD-Serie zu demonstrieren.

Von RND/dpa