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Für das Aufdecken der Ibiza-Affäre haben Journalisten des Magazins "Der Spiegel" und der "Süddeutschen Zeitung" den diesjährigen Reporterpreis erhalten. Quelle: Spiegel/Süddeutsche Zeitung/dpa

Enthüllungen zur Ibiza-Affäre mit Reporterpreis ausgezeichnet

Die heimlichen Aufnahmen des damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf Ibiza gingen um die Welt. Nun haben die Enthüllungsjournalisten des Magazins “Der Spiegel” und der “Süddeutschen Zeitung” dafür den Reporterpreis gewonnen.

Berlin. Für das Aufdecken der sogenannten Ibiza-Affäre haben Journalisten des Magazins „Der Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ den diesjährigen Reporterpreis erhalten. Die Auszeichnung in der Kategorie Investigation wurde am Montagabend in Berlin vom Reporterforum verliehen. Im Mai hatten die Enthüllungsjournalisten ein heimlich auf Ibiza gedrehtes Video öffentlich gemacht.

Die Aufnahmen aus dem Sommer 2017 zeigen den damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte anfällig für Korruption wirkt. Strache musste nach der Veröffentlichung des Videos als Parteichef und Vizekanzler zurücktreten, die Regierungskoalition von konservativer ÖVP und rechter FPÖ zerbrach. Gegen Strache wird inzwischen ermittelt, weil er sich Parteigelder in die eigene Tasche gesteckt haben könnte. Der 50-Jährige weist die Vorwürfe vehement zurück.

Reporterpreis in der Kategorie Essay gewann Else Buschheuer

Den Reporterpreis in der Kategorie Essay gewann Else Buschheuer für den Text „Kriegerin“, in dem sie ihre eigene lange Leidensgeschichte mit Schönheitsoperationen schildert. Die Jury sprach zur Begründung vom „lautesten Text des Jahres von einer Autorin, die sich persönlich stark exponiert“. Dort beschreibe Buschheuer „einerseits ihre eigene sexuelle Identitätsfindung wie auch Selbstoptimierungsfantasien“.

RND/dpa