Donnerstag , 12. Dezember 2019
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Der US-Videospiel-Entwickler Riot Games zahlt einen Vergleich in Höhe von zehn Millionen Dollar. Quelle: Capri23auto/Pixabay

Sexismus: Riot Games zahlt Millionen nach Klage von Mitarbeiterinnen

Beim “League of Legends”-Hersteller Riot Games gehörte Sexismus zur Unternehmenskultur: Frauen verdienten weniger Geld, wurden seltener befördert und von Besprechungen ausgeschlossen. Einer Millionenklage von 1000 betroffenen Mitarbeiterinnen hat sich der Videospiel-Entwickler nun entzogen – und zahlt zehn Millionen Dollar.

Los Angeles. US-Computerspiel-Entwickler Riot Games hat sich nach Klagen über Diskriminierung von weiblichen Angestellten zu einer Vergleichszahlung von zehn Millionen Dollar bereiterklärt. Das Geld fließe an rund 1000 aktuelle und frühere Mitarbeiterinnen, die in den vergangenen fünf Jahren für das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles tätig gewesen seien, sagte Firmensprecher Joe Hixson.

Bruderkultur, Benachteiligung bei Beförderungen und weniger Gehalt: So arbeiteten Frauen bei Riot Games

In der Klageschrift wurde Riot Games vorgeworfen, Frauen weniger als Männern gezahlt, sie bei Beförderungen übergangen und eine „Bruder-Kultur“ gefördert zu haben, von der weibliche Angestellte ausgeschlossen worden seien. Diese Atmosphäre habe zu sexueller Belästigung und anderem Fehlverhalten geführt.

Hixson erklärte, das Unternehmen sei froh, die Klage mit dem Vergleich aus der Welt zu schaffen. Mit dem Schritt demonstriere Riot Games zudem das Engagement, ein „inklusives Umfeld für die besten Talente in der Industrie“ schaffen zu wollen. Klägeranwalt Ryan Saba sagte, die hohe Vergleichssumme zeige, dass es Riot Games mit einem Wandel in der Firmenkultur ernst sei.

Aus dem Hause Riot Games stammt unter anderem das populäre PC-Spiel „League of Legends“.

RND/AP