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Marietta Slomka steht wegen einer Aussage im „heute-journal“ in der Kritik. Quelle: imago images/Mauersberger

Empörung über Marietta Slomka: ZDF-Moderatorin setzt USA mit Russland gleich

Mit einem Vergleich von USA und Russland hat ZDF-Moderatorin Marietta Slomka für Kritik im Netz gesorgt. Auch der Hinweis auf Ironie half da nicht: Das habe nichts mit seriösem Journalismus zu tun, meint unter anderem FDP-Politiker Christian Lindner.

Für Empörung und viel Kritik hat ZDF-Moderatorin Marietta Slomka mit einer Äußerung im „heute-journal“ am Donnerstagabend gesorgt. Darin sagte die 50-Jährige in der Anmoderation eines Beitrags: „Wie sehr sich die Welt verändert hat, sieht man auch daran, dass Russland und die USA inzwischen fast gleichermaßen schwierig sind. Gut: Die Amerikaner lassen keine unliebsamen Leute in Berliner Parkanlagen ermorden – so weit man weiß.“

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten – ob nun von „Zeit“-Journalist Lars Weisbrod, der das „so weit man weiß“ in Slomkas Aussage „ein bisschen frech“ findet, oder von FDP-Politiker Christian Lindner. Der schreibt auf Twitter: „Ohne Beleg wird in den Raum gestellt, USA könnten vielleicht Auftragsmorde bei uns veranlassen. Die Gleichsetzung von USA und Russland ist abwegig und falsch. Die ironische Attitüde des ‚heute-journals‘ verlässt den seriösen Journalismus – die Redaktion sollte sich distanzieren.“

Das ist bisher allerdings nicht passiert, der „Bild“ sagte ein Sprecher des ZDF, dass es sich bei der Aussage um „Ironie“ handle.

RND/hsc