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Ein Mädchen hält ihr Smartphone in den Händen, auf dem sie ein Foto der Kurzvideo-App TikTok geöffnet hat. Quelle: Jens Kalaene/zb/dpa

TikTok-Chef Zhu räumt Fehler und mangelnde Transparenz ein

Neues von der umstrittenen chinesischen Video-App TikTok: Der Chef von TikTok, Alex Zhu, räumt jetzt ein, dass es in seinem Unternehmen Versäumnisse gegeben habe. Das berichtet der „Spiegel“.

„Wir waren nicht gut genug darin, uns an Kulturen anzupassen. Ich gebe zu, dass wir in der Vergangenheit auch nicht transparent genug waren“, sagte Zhu dem „Spiegel“. TikTok, Teil des chinesisches Unternehmens ByteDance, steht schon länger in der Kritik: Zum einen gibt es Spionagevorwürfe, zum anderen wurde TikTok unterstellt, chinakritische Beiträge zu zensieren bzw. auszublenden.

Keine Löschanfragen chinesischer Behörden

Gegenüber dem „Spiegel“ wehrt sich Alex Zhu gegen die Zensurvorwürfe: „Kein einziges Mal haben wir in der Vergangenheit eine Löschanfrage von chinesischen Behörden bekommen.“ Allerdings gestand Zhu auch ein, kein wirkliches Konzept für den Umgang mit politischen Inhalten zu haben. Er hoffe darauf, dass TikTok als Ort für Unterhaltung gesehen werde.

Europäische Offensive steht bevor

TikTok bereitet offensichtlich auch eine europäische Offensive vor. So wolle man in Kürze in Dublin einen neuen Standort eröffnen, der von dem bisherigen Facebook-Mitarbeiter Cormac Keenan geleitet werden soll. Dort sollen Inhalte und Moderation für den europäischen Markt verantwortet werden. Bis zum Jahresende soll außerdem das europäische TikTok-Team von 300 auf mehr als 1000 Mitarbeiter anwachsen. Und in Deutschland hochgeladene Videos würden dann nur noch von Mitarbeitern außerhalb Chinas überprüft. Zurzeit seien in Chinas Hauptstadt Peking „weniger als 20 Personen“ für die Überprüfung deutscher Videobeiträge zuständig.