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Apple-Geschäftsführer Tim Cook bei einer Keynote. Quelle: imago images/Xinhua/AFLO/Montage RND

Start des iPhone 12 könnte sich um Monate verzögern

Üblicherweise stellt Apple seine neuen Smartphones im September vor. Doch wegen der anhaltenden Corona-Krise ist der Marktstart des neuen iPhones ungewiss. Laut einem Bericht könnte das 5G-Modell erst im kommenden Jahr erscheinen.

Die Corona-Pandemie könnte Einfluss auf das Erscheinungsdatum und den Verkaufsstart des neuen iPhones haben. Wie die japanische Webseite “Nikkei Asian Review” unter Berufung auf interne Quellen mitteilt, erwägt Apple offenbar eine Verschiebung des wichtigen Termins, der für September angesetzt war. Demnach könnte das erste iPhone mit 5G-Kompatibilität erst im kommenden Jahr erscheinen. Entsprechende Vorbereitungen dazu werden laut dem Bericht bereits getroffen.

Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Cupertino befürchtet offenbar ein geringeres Kaufinteresse am iPhone 12. “Apple ist besorgt, dass die aktuelle Situation die Lust der Konsumenten auf ein neues Smartphone verringern könnte. Dies würde zu einer zurückhaltenden Annahme des Gerätes führen”, teilte die Quelle mit der Webseite.

Einbußen bei Apple-Zulieferern

Hinzu kommen Probleme bei der Herstellung. Die monatelange Quarantänezeit, von der Zuliefererfirmen wie die chinesischen Unternehmen Foxconn und der taiwanische Chiphersteller TSMC betroffen waren, hat Einfluss auf die Produktionszeiten. Wegen der Reiseeinschränkungen konnten Apple-Mitarbeiter zudem nicht nach China reisen, um die Abläufe mit den Lieferanten zu besprechen. Eine Verschiebung des Marktstarts hätte für ebendiese Lieferanten schwere finanzielle Folgen, da sie mit Einnahmeeinbußen rechnen müssen.

Der Analyst Gene Muster von Loup Ventures zeigt sich optimistischer und widerspricht dem Bericht der “Nikkei Asian Review”. Demnach werde ein iPhone nicht erst innerhalb eines Jahres produziert. Apple benötige für die Konzeption eines neuen Smartphones im Schnitt drei bis vier Jahre. Die finale Produktion sei demnach zum größten Teil abgeschlossen und der geplante Start im September einzuhalten.

Apple hat sich zu dem Bericht noch nicht geäußert. Eine finale Entscheidung über einen alternativen Releasetermin könnte im Mai fallen. Der iPhone-Hersteller hatte vor zwei Wochen bereits seine Entwicklerkonferenz WWDC abgesagt. Das Event, das traditionell im Juni stattfindet, werde in diesem Jahr zu einem Onlineformat wechseln, kündigte das Unternehmen an. Die App-Entwickler sollen trotzdem Zugang zu neuer Software erhalten.

RND/mkr