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Der Designer Ji Lee hat Corona-Emojis entworfen. Quelle: Jileecious/Instagram

Leeres Klopapier und Social Distancing: Designer präsentiert Corona-Emojis

In der Isolation weichen die Menschen auf digitale Kommunikation aus. Dabei dürfen auch die bekannten Emojis nicht fehlen. Die Corona-Pandemie hat der japanische Designer Ji Lee zum Anlass genommen und zwölf treffende Icons entworfen.

Emojis können dabei helfen, Gefühle und Emotionen auszudrücken. Mehr als 2000 verschiedene Symbole gibt es in der aktuellen Unicode-Version und auch für Nachschub ist gesorgt. Im Sommer 2020 sollen erneut Dutzende neue Designs dazukommen – darunter ein Eisbär, Käsefondue, Paprika und ein Akkordeon.

Weitaus aktuellere Emojis, die die aktuelle Weltlage auf den Punkt bringen, hat kürzlich der japanische Designer Ji Lee entworfen. Die zwölf neuen Symbole, die Lee auf seinem Instagram-Account geteilt hat, stehen ganz im Zeichen des Coronavirus. Während einige der Emojis – wie etwa das zur Neige gehende Klopapier oder die betenden Seifenhände – auch in schwierigen Zeiten Humor und Witz vermitteln sollen, haben andere einen ernsteren Hintergrund.

So deutet eines beispielsweise die drastisch fallenden Aktienkurse an, ein anderes zeigt die steile Infektionskurve. Mit dem Schild “No Racism” positioniert sich der Künstler gegen den Rassismus, der nach dem Ausbruch des Virus in China vielen Menschen asiatischer Herkunft entgegenschlug.

Beliebte Emojis: Mikrobensymbol und Gesichtsmaske

“Ich glaube, was die Welt gerade durchmacht, ist ein großer Moment in der Geschichte, der tiefgehende Auswirkungen auf das Verhalten, die Kommunikation und die Wahrnehmung der Menschen haben wird. Vor diesem Hintergrund dachte ich, wir brauchen neue Emojis, die unsere neue Realität widerspiegeln”, sagte Lee der Webseite “Fast Company”. Humor sei auch in Krisen ein wichtiger Teil des Lebens, der dabei helfe, schwierige Zeiten zu überstehen. “Wenn das die Leute an einem harten Tag für einen Moment zum Lächeln bringt, würde es mich freuen”, so Lee weiter.

Da es sich bei Lees Emojis jedoch um ein Kunstprojekt und keine offiziellen Unicode-Symbole handelt, greifen Nutzer sozialer Medien derzeit auf bereits bestehende Symbole zurück, um sich über das Coronavirus auszutauschen. Wie Emojipedia unter Berufung auf eine eigene Analyse berichtet, verzeichneten der Smiley mit der Gesichtsmaske sowie das Mikrobensymbol einen deutlichen Anstieg im Zuge der Ausbreitung von Covid-19. Für die Untersuchung wurden knapp 50.000 verschiedene Tweets zum Thema Coronavirus untersucht.

RND/mkr