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New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo avanciert in den USA zum politischen Gewinner der Corona-Krise. Quelle: imago images/ZUMA Wire

Cuomo-Brüder sorgen für witzige TV-Momente

Der eine ist coronainfizierter CNN-Moderator, der andere Gouverneur des US-Bundesstaats New York. Die Brüder Chris und Andrew Cuomo sorgen in der Krisenzeit derzeit für Aufmunterung im US-Fernsehen. Ihr geschwisterlicher Schlagabtausch kommt an bei den Zuschauern.

Mit Humor lässt sich einiges aushalten, das zeigen auch die beiden Cuomo-Brüder, die derzeit eigentlich wenig zu lachen haben. Der CNN-Journalist Chris Cuomo (49), Moderator der Sendereihe “Cuomo Prime Time”, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ende März 2020 war die Lungenkrankheit Covid-19 bei ihm ausgebrochen. Er lebt seither in Quarantäne im Keller seines Wohnhauses in New York City und übermittelt von dort aus seine Erfahrungen. Wie lustig der Nachrichtenjournalist sein kann, hat das Publikum nun in öffentlichen Gesprächen mit seinem Bruder erfahren dürfen.

Gouverneur warnte schon früh vor den Folgen der Pandemie

Und sein Bruder ist kein geringerer als der demokratische Politikers Andrew M. Cuomo (62), Gouverneur des US-Bundesstaats New York. In Zeiten der Corona-Krise ist der Politiker extrem gefordert und medienpräsent. Täglich hält er eine Pressekonferenz ab, in der er über den jeweils aktuellen Stand zu Corona in seinem Staat informiert. Und gerade zu Beginn der Pandemie, damals noch im Widerspruch zu Präsident Donald Trump, warnte er eindringlich vor deren Folgen. Kürzlich berichtete Andrew M. Cuomo, dass er häufig nach dem Befinden seines erkrankten Bruders gefragt werde. Er habe daraufhin Chris gebeten, per Zuschaltung an der live übertragenen Pressekonferenz teilzunehmen, sofern sein Gesundheitszustand dies erlaube.

Das Fieber sei nicht gut für die Frisur

Dann ist Chris Cuomo tatsächlich auf dem Schirm. Chris Cuomo beschreibt seine Symptome: Fieber und heftiger Schüttelfrost. Den Humor hat er trotzdem nicht verloren. Das andauernde Fieber sei nicht gut für seine Frisur, witzelt er: “Man sieht aus, als schneide man sich die Haare selbst. Manche Leute sind gut darin, andere nicht.” In ernsterem Tonfall spricht Chris Cuomo seine privilegierte Situation an. Dann erzählt er, wieder feixend von einem Fiebertraum, in dem er seinen Bruder Andrew tanzend in einem Tutu, einem Ballettkostüm, gesehen habe. Andrew Cuomo, um einen sachlichen Tonfall bemüht, bedankt sich artig dafür, dass Chris diese “metaphorische” Szene mit ihnen allen geteilt habe. Der jüngere Bruder bricht in schallendes Gelächter aus. Andrew Cuomo: “Offensichtlich hat das Fieber dein geistiges Vermögen angegriffen.” Chris Cuomos Riposte: “Ich kriege das Bild nicht mehr aus dem Kopf.”

Andrew Cuomo sagt, in dieser Situation wolle er nun aber darauf verzichten: “Prügle nie auf einen Bruder ein, wenn der schon unten liegt. Und du bist ja buchstäblich unten – im Keller.” Chris Cuomo jedoch verweigert die Opferrolle und rät dem Älteren, den Moment seiner Schwäche zu nutzen. Er selbst würde es tun. Andrew Cuomo bleibt staatsmännisch: “Ich habe keine Zweifel, dass du auf mich losgehen würdest, wenn ich am Boden wäre. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden.”

Die Brüder lassen erkennen, dass sie sich häufiger gegenseitig hochnehmen und foppen. Und das auch öffentlich. Im Best-off ihres geschwisterlichen Schlagabtausches aus verschiedenen Sendungen erfährt der Zuschauer viel aus dem Familienleben. Zum Beispiel, dass der ältere Andrew Mutters Matildas Liebling sei , sagt Andrew Cuomo. In einer anderen Sendung streiten sie sich herrlich über ihre Basketballkünste oder wer die beste Sauce nach dem Rezept der Mutter macht.

Den Amerikanern gefällt diese Lockerheit der beiden erfolgreichen Brüder. Sie bekommen viel Applaus dafür. Doch auch, wenn der Politiker Andrew Cuomo bei den Leuten immer beliebter wird – eine Kandidatur zum US-Präsidenten hat er bereits abgelehnt. In der Sendung seines Bruders.

RND/hma