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Am Freitag geht die 13. Staffel von “Let’s Dance” zu Ende. Quelle: TV NOW/Stefan Gregorowius

Emotionen, Überraschungen und Talente: Das Fazit zur 13. Staffel von “Let’s Dance”

Auch in diesem Jahr gab es wieder besondere Momente in der Show: große Emotionen, einen freiwilligen Ausstieg und ein Outfit, das für Diskussionen sorgte. Das Fazit zur Staffel.

Die 13. Staffel von “Let’s Dance” wird dem Zuschauer sicherlich in Erinnerung bleiben. Das liegt nicht nur daran, dass die Ausbreitung des Coronavirus eine Produktion unter normalen Umständen nicht mehr möglich machte, sondern auch wieder an reichlich Emotionen, Überraschungen und spannenden Momenten. Ein Fazit zum Ende der aktuellen Staffel.

Coronavirus verändert die Show

Die 13. Staffel ist die erste Staffel, die größtenteils komplett ohne Studiopublikum auskommen musste. Während in der dritten Show zumindest noch der enge Familien- und Freundeskreis der Teilnehmer dabei sein durfte, wurde die Sendung ab der vierten Folge komplett ohne Gäste produziert.

Um nicht ganz auf die Stimmung verzichten zu müssen, kam der Applaus vom Band. Um die Menschen vor den Fernsehern etwas miteinzubinden, gaben Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi in der vierten Folge einen Tanzkurs – und forderten die Zuschauer auf, Videos der eingeübten Tanzschritte auf Instagram zu posten. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Highlights davon in der Sendung gezeigt.

Der freiwillige Ausstieg

Während normalerweise Woche für Woche der Zuschauer und die Jury entscheiden, wer die Show verlässt, kam es in dieser Staffel zu einem freiwilligen Ausstieg. John Kelly (52) verabschiedete sich nach der dritten Show. Der Sänger der Kelly Family gab damals an, aufgrund eines Krankheitsfalls in der Familie nicht mehr weitertanzen zu können.

Wenig später wurde klar, was Kelly so belastet hatte. Der Sänger erzählte, dass sein Schwiegervater im Krankenhaus behandelt werden musste und seine Ehefrau Maite einen Zusammenbruch erlitten habe und unter Panikattacken leide. Für ihn sei damals klar gewesen, dass er nach Hause fliegen müsse, um ihr beizustehen. Für ihn kehrte in der darauffolgenden Show Loiza Lamers zurück.

Das war bei den Profitänzern neu

Während die Promis bei “Let’s Dance” jedes Jahr wechseln, gibt es bei den Profitänzern über die Jahre hinweg ein paar Konstanten. So ist Isabel Edvardsson bereits seit der ersten Staffel mit dabei und Christian Polanc seit der zweiten. Überraschend war in diesem Jahr die Bekanntgabe, dass Ekaterina Leonova, die die vergangenen drei Jahre mit Gil Ofarim, Ingolf Lück und Pascal Hens gewonnen hatte, in diesem Jahr nicht mit dabei ist.

Von RTL hieß es zu Staffelbeginn, dass man “in diesem Jahr auch gern neuen Profis die Teilnahme bei ‘Let’s Dance’” ermöglichen wollen würde. Leonova arbeitete stattdessen als Reporterin für rtl.de. Neu dabei waren dann Nikita Kuzmin (22) und Alona Uehlin (29). Richtig gut lief es für beide allerdings nicht: Kuzmin flog bereits in der zweiten Folge mit Sängerin Sabrina Setlur raus, Uehlin in Folge fünf mit Sükrü Pehlivan.

Die überraschendsten Kandidaten

Nach Show eins hätte wohl niemand gedacht, dass Ilka Bessin alias Cindy aus Marzahn es fast bis ins Halbfinale schaffen würde. Die Komikerin sorgte am Anfang mit ihren flotten Sprüchen immer wieder für Lacher, ihr Tanztalent hingegen hielt sich in Grenzen. Das wusste Bessin aber auch selbst und nutzte die Tanzfläche, um auf gesellschaftlich relevante Themen hinzuweisen: So machte sie beispielsweise auf Mobbing und Hass im Netz aufmerksam. Außerdem gab sie Privates preis: So erzählte sie vor der Kamera von einer gescheiterten Beziehung, in der sie von einem Mann sehr abhängig gewesen sei. Bei den Zuschauern kam das an: Sie wählten sie weiter, bis sie am Ende als Fünftplatzierte ausschied.

Auch Laura Müller gehörte wohl anfangs zu den eher belächelten Kandidatinnen. Kein Wunder, war die 19-Jährige doch eigentlich nur als Freundin von Schlagersänger Michael Wendler bekannt geworden, die sich kurz vor der Show noch für den “Playboy” ausgezogen hatte. So entging dem Zuschauer auch nicht, dass sich Joachim Llambis Begeisterung für die Kandidatin in Grenzen hielt. Vor Beginn der Staffel hatte sich Llambi beispielsweise in einem Interview über Müller mit den Worten “Laura Müller? Kenn ich nicht” geäußert.

In der Show sprach der Juror sie nicht wie die meisten der Kandidaten mit dem Vornamen an, sondern mit “Frau Müller”. Doch schon bald konnte die 19-Jährige auch mit Leistung punkten, in der dritten Show gab es dann ein Lob von Llambi persönlich – und er ging zum “Du” über. Für ihren Paso doble mit Profitänzer Christian Polanc gab es ein “Ich fand’s gut” vom Juror – und insgesamt satte 24 Punkte.

Die ungewöhnlichsten Outfits

Jorge Gonzalez in T-Shirt und Jeans? Das kann man sich bei “Let’s Dance” kaum vorstellen. In den vergangenen Jahren war der Hamburger Juror immer wieder durch schrille Outfits aufgefallen – so auch in dieser Staffel. Meistdiskutiert war wohl die “Abstandhalter”-Frisur in der 90er-Jahre-Show. Gonzalez trug eine Art riesigen Wischmopp auf dem Kopf. Er begründete die Auswahl wie folgt gegenüber RTL: “Wir haben gedacht, dass das gut zu dem Motto der 90er-Jahre passt. Es musste zu meinem Kostüm passen und zu meinen High Heels.”

Ausnahmsweise überraschte auch mal ein Tänzer mit einem ungewöhnlichen Outfit: In der zweiten Folge der Staffel tanzte Erich Klann mit Komikerin Ilka Bessin zu dem Song “Respect” von Aretha Franklin in einem Fatsuit. Ein deutliches Zeichen dafür, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu bewerten.

Schmerzhaftes Training

In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder leichte und schwerere Verletzungen bei den Tänzern. So zog sich Ekaterina Leonova 2015 im Finale mit Matthias Steiner einen Bänderriss zu, tanzte aber tapfer bis zum Ende weiter. Victoria Swarovski brach sich beim Training 2016 eine Rippe, Tänzerin Christina Luft 2017 den Fuß.

In der 13. Staffel gab es zum Glück nur einen kleinen Unfall: Vor dem Training zum Halbfinale stießen Massimo Sinató und Lili-Paul Roncalli zusammen, der Tänzer verletzte sich dabei leicht am Kopf, konnte aber im Halbfinale antreten.

Der berührendste Auftritt

“Let’s Dance” lebt von Emotionen. Bei einem Auftritt rührte Tijan Njie nicht nur Jurorin Motsi Mabuse zu Tränen, sondern vermutlich auch viele Zuschauer vor den Fernsehern. In der neunten Liveshow tanzte der Sänger eine Rumba für seine Mutter. Die hatte ihn und seine drei Geschwister allein großgezogen, bis heute verbindet den Schauspieler und seine Mutter ein enges Band. Mabuse konnte anschließend vor lauter Emotionen kaum eine Wertung abgeben und sagte nur noch: “Ihr habt etwas Magisches geschaffen heute. Das war euer und unser magischer Moment heute.”

RND/lob