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Die US-amerikanische Germanistikprofessorin Priscilla Layne wird am Mittwochabend in Sandra Maischbergers Talkshow zugeschaltet. Quelle: RND

US-Professorin Layne zu Gast bei “Maischberger” – und übt Kritik

Sandra Maischberger talkt am Mittwochabend auch über den Tod des Afroamerikaners George Floyd und Rassismus insgesamt. Die Gästeauswahl hatte zunächst Kritik ausgelöst, weil nur Weiße eingeladen worden waren. Nun wird die US-Amerikanerin Priscilla Layne zugeschaltet – doch auch sie übt Kritik.

Berlin. Die US-amerikanische Germanistikprofessorin Priscilla Layne wird am Mittwochabend in die ARD-Talkshow von Sandra Maischberger zugeschaltet. Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) kritisiert sie die Gästeauswahl scharf. “Es ist problematisch, dass keine schwarze Deutsche in der Talkshow sitzt”, sagte Layne in einem Videointerview.

“Ich kann verstehen, dass sie eine schwarze Amerikanerin einladen wollten, die Deutsch kann. Aber es wäre sehr wichtig, jemanden aus der schwarzen deutschen Community dabeizuhaben.” Auch in Deutschland gebe es Polizeigewalt und Rassismus und Gruppen wie die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, die sich äußern.

Layne hat mehrmals in Deutschland geforscht. Die Einladung kam nach ihren Angaben sehr kurzfristig: “Sandra Maischbergers Redaktion hat sich am Dienstagnachmittag bei mir gemeldet” – nachdem ein ARD-Mitarbeiter sie über eine Freundin kontaktiert hatte.

Die “Maischberger”-Redaktion hatte am Mittwoch über Twitter gemeldet, dass sie seit Sonntag nach People of Color für die Talkshow suchte – nachdem es Kritik an der Gästeauswahl gegeben hatte, weil nur Weiße eingeladen worden waren.

Dass die Proteste nach dem Tod von George Floyd zu einem Wandel in Amerika führen, erwartet Layne nicht: “Mit der jetzigen Regierung kann ich mir keine Veränderung vorstellen. Weiße Amerikaner müssen sich ihrer Privilegien bewusst werden, vorher kann sich nichts ändern.”

Von Jan Sternberg/RND