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Studenten der Universität in Teheran demonstrieren gegen die politische Führung ihres Landes.

Iran erklärt Trump-Tweets zum Auslöser der Proteste

Der Iran führt die anhaltenden Proteste im Land auf die Twitter-Aktivität des US-Präsidenten Donald Trump zurück. Durch „absurde“ Tweets habe Trump die Demonstranten ermutigt, sich an den Unruhen zu beteiligen.

 Mindestens 21 Menschen sind während den Anti-Regierungsprotesten im Iran den vergangenen Tagen getötet worden. In einem Brief hat sich der iranische Botschafter Gholamali Choschroo nun an die Vereinten Nationen gewandt. In dem Schreiben beschuldigt er Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence, die Demonstranten durch „absurde Tweets“ zu Protesten ermutigt zu haben.

Die USA hätten sich „auf groteske Weise in die inneren Angelegenheiten des Irans“ eingemischt, hieß es in dem Brief des Botschafters an den Präsidenten des UN-Sicherheitsrats und UN-Generalsekretär António Guterres. Dabei seien internationale Regeln, wie sich gesittet verhalten werde, missachtet worden. Choschroo zog Trump und Pence persönlich zur Rechenschaft – sie befeuerten den Ärger.

Die Vereinigten Staaten reagierten bisher nicht auf die Anschuldigung. Trump hatte zuvor mehrfach über Twitter mitgeteilt, die Protestierenden im Iran zu unterstützen. Der Staat sei korrupt und scheitere auf ganzer Linie. Es sei „Zeit für Wandel“ in der Islamischen Republik.

Am Mittwoch kündigte Trump an, die Vereinigten Staaten würden die Protestierenden zu gegebener Zeit unterstützen. Die US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, hatte am Dienstag eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats gefordert. Die UN müssten Unterstützung für die Demonstranten bekunden. Seither ist aber kein Termin für eine entsprechende Sitzung angesetzt worden.

Führungsebene organisiert Massenkundgebung

UN-Generalsekretär Guterres hatte über seinen Sprecher Farhan Haq mitteilen lassen, dass er die Entwicklungen im Iran mit Sorge verfolge. Die Meinungsfreiheit müsse respektiert werden. Zugleich rief er die Demonstranten auf, friedlich zu protestieren.

Am Mittwoch organisierte die staatliche Führung des Irans mehrere Massendemonstrationen, um zu zeigen, dass das System weiter vom Volk unterstützt wird. In den Kundgebungen waren Rufe wie: „Nieder mit den USA“, „Nieder mit Saudi-Arabien“ und „Nieder mit Israel“ zu hören. Diese drei Länder sind nach Auffassung der iranischen Führung die Anstifter der Protestwelle im Land.

Anlass für die Proteste, die seit einer Woche andauern waren jedoch jüngst gestiegene Lebensmittelpreise und Frust über wirtschaftliche Missstände. Schnell wurden aber auch politische Forderungen und Kritik an der obersten Führung des Landes laut. Auch in der Nacht zu Donnerstag gingen wieder zahlreiche Menschen auf die Straßen.

Von RND/AP

Studenten der Universität in Teheran demonstrieren gegen die politische Führung ihres Landes. 

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