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Die USA haben Strafzölle auf Aluminium und Stahl festgelegt. Neben Kanada und Mexiko soll laut US-Regierung jetzt auch die EU von der Maßnahme ausgenommen sein.

EU von US-Strafzöllen vorläufig ausgenommen

Neben Kanada und Mexiko soll nun auch die EU eine Ausnahmeregelung bei den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen auf Stahl und Aluminium erhalten. Robert Lighthizer, Handelsbeauftragter Trumps, sagte dies vor einem Ausschuss des US-Senats.

Die Europäische Union ist laut der US-Regierung vorerst von den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen. Die zunächst vorübergehend angelegten Ausnahmen beträfen neben den EU-Staaten auch Argentinien, Brasilien, Australien und Südkorea. US-Präsident Donald Trump habe eine entsprechende Entscheidung getroffen.

Trump wird sich nach Angaben von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron um 22 Uhr europäischer Zeit zu einer möglichen Befreiung der EU-Staaten von den geplanten Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte äußern.

Maßnahmenpaket gegen China

Vor zwei Wochen hatte Trump umfassende Einfuhrzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von 10 Prozent verhängt. Ausnahmen hatte er zunächst nur für die Nachbarländer Mexiko und Kanada gemacht, mit denen die USA in einem Freihandelsabkommen zusammenarbeiten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hatten sich in dieser Woche in einem Last-Minute-Einsatz persönlich für eine EU-Ausnahmeregelung eingesetzt. Die Zölle sollen für die betroffenen Länder an diesem Freitag in Kraft treten.

Trump will am Nachmittag zusätzlich ein Maßnahmenpaket gegen China veröffentlichen. Damit soll vor allem der Schutz des geistigen Eigentums amerikanischer Produzenten verbessert werden. Das Paket von Zöllen und anderen Strafmaßnahmen könnte einen Umfang von bis zu 50 Milliarden Dollar haben, berichteten US-Medien im Vorfeld.

Von RND

One comment

  1. Unser neuer Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier war jüngst in den USA und hat intensive Gespräche zu den geplanten Strafzölle geführt. Auch wenn ich nicht Wähler seiner Partei bin muss man diesen (zunächst) Teilerfolg objektiv wohl auch ihm zuschreiben. Dann hat er gute und erfolgreiche Gespräche geführt.