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Am 16.04.2018 findet die erste Vorlesung von Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) an der Uni Bonn statt.

Gabriel mahnt europäische Syrien-Strategie an

Der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat am Montag seine erste Vorlesung in der Bonner Universität gehalten. Dabei mahnte er auch eine gemeinsame europäische Syrien-Strategie an.

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat eine gemeinsame europäische Syrien-Strategie angemahnt. „Es ist eine wahre Herkulesaufgabe, die Europa da zu bewältigen hat“, sagte der SPD-Politiker am Montag in einer Vorlesung an der Universität Bonn.

Spaltung ermuntert Mächte, Europa zu testen

Er kritisierte, dass Europa zuletzt wieder ohne gemeinsame Linie agiert habe: Frankreich und Großbritannien hätten sich mit den USA an den Militärschlägen beteiligt, Deutschland und andere europäische Länder hätten sich zurückgehalten. „Diese Spaltung ist wirklich gefährlich, weil sie andere Mächte dazu ermuntert, uns zu testen“, sagte Gabriel.

Sigmar Gabriel hält Vorlesungen als Gastdozent

Der vor einem Monat aus dem Amt geschiedene Ex-Minister sprach über das Thema „Deutschland in einer unbequeme(re)n Welt“. Er hatte sich noch als Außenminister bereiterklärt, in diesem Sommersemester ehrenamtlich einen Lehrauftrag an der Traditionsuni zu übernehmen.

Auch die ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und Christian Wulff, Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und der frühere Außenminister Joschka Fischer waren nach dem Ende ihrer politischen Laufbahn als Gastdozenten aktiv geworden.

Von dpa/RND

3 Kommentare

  1. Bis vor ca. 8 Jahren war Syrien ein relativ gut funktionierender arabischer Staat, der in seinem Demokratieverständnis und auch Lebensverhältnissen vor allen anderen Staaten dieser Region lag.
    Dann kam der gute Westen, aktivierte einen stark islamisch geprägten Teil der Bevölkerung gegen die Regierung und versuchte auf diese Weise einen Regimechange herbeizuführen. Hintergrund dafür war sicherlich die gute Beziehung von Syrien mit Russland.
    Als es dann mit dem Regimechange so nicht funktionierte, wurde die vom Westen finanzierte Opposition ,eigentlich Söldner, religiöse Extremisten und Terroristen, genannt „Rebellen“ ,die die Öffnung zum Westen hin und auch zu mehr Fortschritt und Frauenrechten verhindern und einen Gottesstaat einrichten wollten, bewaffnet und die Grundlage für einen Bürgerkrieg gelegt, der mittlerweile schon sieben Jahre dauert. Inzwischen kann man auch schon nicht mehr von einem Bürgerkrieg sprechen, sondern es handelt sich um einem blutigen Stellvertreterkrieg des Westens vorwiegend gegen Russland, der auf dem Rücken des syrischen Volkes ausgetragen wird.
    Man muss sich nur die Landkarte des heutigen Syriens anschauen, was vorwiegend diese vom Westen nach Syrien exportierte Politik gebracht hat.

    • Ach du ahnst es nicht!!!
      Wenn Sie das selbst glauben, Sie entweder sehr einfach gestrickt oder Anhänger von Assad und/oder ihm freundlich gesonnenen Mächten.
      Schauen Sie sich doch einmal die letzten 30-35 Jahre der innenpolitischen Lage Syriens an, dann werden Sie erkennen das es dort mit dem Demokratieverständnis nicht weit her ist.
      Auch hat Assad durch sein ultra-hartes Vorgehen gegen, anfangs, friedliche Demostranten sich seine Gegnerschaft(ob säkular oder religös) selbst „gezüchtet“.
      Man kann es auf einen einfachen Nenner herunterbrechen: Die Hauptschuld für diesen langen, sinnlosen Krieg ist bei Assad zu finden.
      Und ja, auch die Bundesrepublik hat jahrzehntelang das Spiel der drei Affen gespielt und von den Geheimdienstinformationen syrischer Gefängnisse profitiert, sowohl zu den RAF-Hochzeiten als auch nach dem 11. September.

      • Noch zu erwähnen ist ….. das die Umstände wie Bashar Al-Assad an die Macht gekommen ist (und nicht sein Bruder Basil) immer noch sehr zweifelhaft sind (die offiziellen Berichte werden angezweifelt). Spätestens seit 1980 ist Syrien eine lupenreine Diktatur.

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