Donnerstag , 20. September 2018
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Laut einem neuen Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministerium sollen die Hartz-IV-Leistungssätze im kommenden Jahr steigen – für alleinstehende Erwachsene um 8 Euro auf 424 Euro

Hartz-IV-Regelsatz steigt um 8 auf 424 Euro

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger: Die Leistungen werden alljährlich an Preis- und Lohnentwicklung angepasst. Jetzt ist klar, dass der Regelsatz für Alleinstehende im kommenden Jahr um 8 auf 424 Euro steigen soll.

Der Hartz-IV-Regelsatz für Alleinstehende soll im kommenden Jahr um 8 auf 424 Euro monatlich steigen. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Wer mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen – etwa dem Ehepartner – in einer Wohnung lebt, erhält künftig 382 Euro monatlich. Bisher waren es 374 Euro. Für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren ist eine Erhöhung der Leistung um sechs Euro auf 322 Euro vorgesehen. Bis zur Vollendendung des sechsten Lebensjahrs sollen künftig 245 Euro gezahlt werden – 5 Euro mehr als bislang. Für Kinder vom Beginn des siebten Lebensjahres bis zum vollendeten 14. plant das Bundesarbeitsministerium eine Erhöhung der Leistung um 6 Euro auf 302 Euro monatlich.

Allein durch die geplante Anhebung der Sätze entstehen laut Verordnungsentwurf jährliche Mehrkosten von 480 Millionen Euro. 460 Millionen entfallen dabei auf dem Bund, 20 Millionen Euro auf die Kommunen.

Die Hartz-IV-Sätze werden regelmäßig angepasst, die Fortschreibung erfolgt auf der Basis von Preisen für den täglichen Bedarf sowie der Entwicklung der Nettolöhne. Laut Entwurf des Bundesarbeitsministeriums beläuft sich die Veränderungsrate diesmal auf 2,02 Prozent. Das Bundeskabinett soll die Pläne in einer seiner nächsten Sitzungen auf den Weg bringen. Zustimmen muss auch noch der Bundesrat.

Von Rasmus Buchsteiner/RND