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Die Junge Alternative sorgt in Bayern kurz vor den Landtagswahlen für Ärger.

Junge Alternative nach Kunstblut-Aktion im Visier der Polizei

Kurz vor den Wahlen erregt der bayerische AfD-Nachwuchs für Aufsehen: Mitglieder der Jungen Alternative haben die CSU-Zentrale mit Kunstblut beschmutzt. Ein Landtagskandidat lässt zudem eine umstrittene Drohung los.

Nach einer Schmieraktion vor der CSU-Zentrale in München hat die Staatsanwaltschaft die Wohnungen von sechs Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation durchsuchen lassen. Der Vorwurf lautet auf Sachbeschädigung, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Der Landesvorstand der Jungen Alternative hatte am vergangenen Wochenende vor der Parteizentrale in einer nächtlichen Aktion mit Kunstblut und Farbe den „Tatort“ eines fiktiven Massakers hinterlassen, verbunden mit der Anschuldigung, von Asylbewerbern getötete Menschen seien „Merkels Tote“.

Unter den Verdächtigen ist ein Anwärter auf ein Mandat im Münchner Maximilianeum: Der schwäbische AfD-Landtagskandidat Rafael Hauptmann machte die Hausdurchsuchung auf seiner Facebook-Seite publik. Der Bundesvorsitzende des AfD-Nachwuchses nannte die Durchsuchungen einen „Skandal“ und warf der CSU vor, die Sicherheitsbehörden zu missbrauchen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Ermittler aber von sich aus aktiv, die CSU hatte keine Anzeige erstattet. „Aus unserer Sicht ist das ein Fall von öffentlichem Interesse“, sagte die Sprecherin.

„Menschenverachtend und rechtsradikal“

Ein aussichtsreicher AfD-Landtagskandidat aus dem rechten Spektrum hat unterdessen in einer Wahlkampfrede in Weiden angekündigt, die AfD werde die anderen Parteien jagen, bis man sie zur Strecke gebracht habe: „Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt.“ Darüber berichtete der „Neue Tag“. Der in Regensburg kandidierende Bewerber Benjamin Nolte war nach dem Bericht zunächst nicht zu erreichen, stellte die Meldung jedoch ohne Widerspruch auf seine Facebook-Seite.

„Das hat nichts mit deutlicher Aussprache zu tun, sondern ist menschenverachtend und rechtsradikal“, sagte CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer auf Anfrage. „Rechtsradikale sind nicht nur bei der AfD in Ostdeutschland vertreten, sondern auch in Bayern.“ Die AfD sei nicht wählbar, eine Zusammenarbeit undenkbar. Nolte ist Mitglied bei den Alten Herren der „Danubia“, einer vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft.

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Von RND/dpa/lf