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Der Sarg des gestorbenen George H.W. Bush wird in die Kirche gebracht für die Trauerfeier in Houston.

Bewegende Trauerfeier für George H.W. Bush in Houston

Der frühere US-Außenminister James Baker würdigt den Verstorbenen als „wahrhaft wunderbaren Menschen“, Enkel erzählen Anekdoten: In einer emotionalen Zeremonie wurde auch in Houston Abschied von George H.W. Bush genommen.

Familie und Freunde von George H.W. Bush haben in einer sehr persönlichen und emotionalen Trauerfeier in Houston Abschied vom 41. Präsidenten der Vereinigten Staaten genommen. James Baker, Außenminister in seiner Amtszeit von 1989 bis 1993, würdigte den am 30. November im Alter von 94 Jahren verstorbenen Patriarchen der Politikerfamilie als „wahrhaft wunderbaren Menschen“ mit dem „Mut eines Kriegers, aber dem noch größeren Mut eines Friedensmachers“.

Vor der Trauerfeier waren an dem in der St. Martin’s Episcopal Church aufgebahrten Sarg Bushs rund 11.000 Menschen vorbei defiliert. Bushs Enkel lasen Passagen aus dem Korintherbrief und teilten persönliche Erinnerungen, auch mit einer heiteren Note. Jeb Bushs Sohn George P. Bush brachte die Gemeinde in der Kirche zum Lachen, als er von den Spielen seines Großvaters mit seinen 17 Enkeln erzähle – darunter einen Preis für den, der zuerst schläft. 

Auch Baker erzählte eine Anekdote, mit der er verriet, dass er Bush als „Jefe“ – Chef angesprochen habe. Ernst fügte er hinzu: „Die Welt ist ein besserer Ort geworden, weil George Bush für vier Jahre im Weißen Haus war.“ 

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Der Pfarrer der Kirche, Russel Levenson, erinnerte Bush als gläubigen Menschen und regelmäßigen Gottesdienstbesucher. „Er war bereit für den Himmel und der Himmel war bereit für ihn“, beschrieb er die nachlassende Gesundheit des 94-jährigen in den letzten Tagen, Wochen und Monaten. Bush habe sich vorgestellt, dass seine im April verstorbene Frau Barbara, mit der er 73 Jahre verheiratet war, ihn am Himmelstor mit den Händen in die Hüften gestemmt und mit den Worten empfangen werde: „Wo bist du solange geblieben?“

Nach der Trauerfeier halfen die Enkelsöhne – George P. Bush, Samuel Bush LeBlond und Pierce Mallon Bush – den Sarg aus der Kirche zu tragen. Er wurde dann mit einem von einer Lokomotive mit der Nummer 4141 gezogenen Zug nach College Station gebracht, wo sich seine Präsidentenbibliothek befindet. Dort soll er an der Seite seiner Ehefrau Barbara und seiner 1953 verstorbenen Tochter Robin beigesetzt werden.

Am Mittwoch hatte das politische Washington mit einer Trauerfeier in der National Cathedral Abschied von George H.W. Bush genommen.

Von RND/AP