Aktuell
Home | Nachrichten | Politik | Elmar Brok schmeißt hin: „Nun soll es gut sein.“
Elmar Brok will nach fast 40 Jahren nicht mehr ins Europa-Parlament.

Elmar Brok schmeißt hin: „Nun soll es gut sein.“

Er ist der dienstälteste Europa-Abgeordnete. Doch bei der Europa-Wahl im Mai will Elmar Brok (CDU) nicht mehr kandidieren. Er zieht damit die Konsequenz aus einer Niederlage in der eigenen Partei.

Der dienstälteste Abgeordnete des Europäischen Parlaments gibt auf. CDU-Mann Elmar Brok, der seit 1980 in Brüssel und Straßburg Europa-Politik macht, will bei der Europa-Wahl Ende Mai nicht erneut kandidieren. Das gab der 72-Jährige am Montagvormittag in einer Mitteilung bekannt, die als E-Mail an Korrespondenten in Brüssel ging.

Brok zog damit die Konsequenzen aus seiner Niederlage vor einigen Wochen, als ihn der Vorstand der nordrhein-westfälischen CDU nicht mehr auf die Kandidatenliste für die Europa-Wahl setzte. Bis zuletzt hatte sich Brok allerdings vorbehalten, bei der entscheidenden Delegiertenversammlung der NRW-CDU am kommenden Samstag möglicherweise doch noch für einen Listenplatz zu kandidieren.

Brok: „Ich freue mich auf das Wagnis eines Neuanfangs.“

Dazu wird es allerdings nicht kommen. Brok bedankte sich in seiner Erklärung bei „den vielen Bürgern und Parteifreunden aus Deutschland und Europa, die mich in den letzten Wochen in einer mich bewegenden Art unterstützt und aufgefordert haben, erneut anzutreten. Das hat mir das Gefühl gegeben, gewinnen zu können“. Brok schrieb jedoch weiter: „Nun soll es gut sein.“ Er werde außerhalb des Parlaments „einen neuen Arbeitsrhythmus finden“ und weiter für Europa und die CDU kämpfen, so Brok: „Ich freue mich auf das Wagnis eines Neuanfangs.“

Der Landesvorstand der NRW-CDU hatte Brok Anfang des Jahres überraschend nicht auf einen sicheren Listenplatz gesetzt, obwohl sich auch Ministerpräsident Armin Laschet für den Ostwestfalen stark gemacht hatte. Derzeit ist Brok der Brexit-Beauftragte der Europäischen Volkspartei.

Von Damir Fras/RND