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Die US-Demokratin Amy Klobuchar, Senatorin im Bundesstaat Minnesota, gab ihre Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl 2020 bekannt – mitten im Schnee.

Diese US-Demokraten wollen für die US-Präsidentschaft kandidieren

Immer mehr Demokraten machen ihre Präsidentschaftsambitionen offiziell. Nun ziehen die linke US-Senatorin Elizabeth Warren und ihre Kollegin Amy Klobuchar aus Minnesota nach. Mehrere prominente Namen stehen allerdings noch nicht auf der stetig wachsenden Liste.

Das Feld der demokratischen US-Präsidentschaftsanwärter weitet sich aus. Am Samstag kündigte die linke US-Senatorin Elizabeth Warren an, dass sie bei der Präsidentschaftswahl 2020 Amtsinhaber Donald Trump für ihre Partei herausfordern will. Am Sonntag gab auch ihre Kollegin Amy Klobuchar aus Minnesota ihre Kandidatur bekannt.

Die beiden mischen in einem demokratischen Bewerberfeld für 2020 mit, das schon jetzt so dicht gedrängt ist wie lange nicht mehr. Nur einer von ihnen kann aber letztlich gegen den Präsidenten antreten. Einige andere Senatoren haben schon eigene Kampagnen gestartet – etwa Cory Booker und Kamala Harris.

Der populäre Ex-Vizepräsident Joe Biden und der aufstrebende Ex-Abgeordnete Beto O’Rourke haben sich zwar noch nicht erklärt, könnten aber ebenfalls ins Rennen einsteigen. Ebenso wie Bernie Sanders, der 2016 im Rennen um die Kandidatur der Demokratischen Partei Hillary Clinton unterlag.

Elizabeth Warren schon im Wahlkampfmodus

Warren, die bei der Ankündigung ihrer Kandidatur am Samstag noch auf direkte Spitzen gegen Trump verzichtet hatte, ging am Sonntag gleich in den Wahlkampfmodus über. Trump sei möglicherweise bei der Wahl 2020 gar nicht mehr Präsident oder überhaupt kein freier Mann mehr, sagte Warren am Sonntag bei einem Wahlkampfauftritt in Iowa offenbar mit Blick auf eine Reihe von Untersuchungen im Umfeld Trumps.

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Warren rief dazu auf, Trump mit seinen Angriffen über Twitter nicht den Wahlkampf dominieren zu lassen. „Jeden Tag gibt es einen rassistischen Tweet, einen hasserfüllten Tweet – etwas wirklich Dunkles und Hässliches“, sagte sie. „Was werden wir als Kandidaten, als Aktivisten, als Presse dagegen unternehmen? Werden wir ihnen jeden Tag hinterherhecheln?“

Kontroverse um Warrens Umgang mit ihren indianischen Wurzeln

Sie sprach damit auch einen Tweet Trumps vom Vortag an, der sich gegen sie richtete. „Wird sie als unsere erste Präsidentschaftskandidatin der amerikanischen Ureinwohner antreten? Oder hat sie nach 32 Jahren entschieden, dass das nicht mehr so gut läuft?“, twitterte der Präsident am Samstag.

Er sprach damit eine Kontroverse an, die Warrens Wahlkampf belasten könnte und die sie selbst ausgelöst hat. In der Anfangsphase ihrer Laufbahn hatte sie wiederholt auf ihre indianischen Wurzeln verwiesen – was ihr den Vorwurf von Republikanern einbrachte, ihre Identität zu Unrecht als Karrieresprungbrett zu nutzen. Trump etwa verspottete sie oft als „Pocahontas“, eine berühmte amerikanische Ureinwohnerin aus dem 17. Jahrhundert.

Größere Prominenz erlangte die 69-jährige Warren erstmals während der Finanzkrise vor zehn Jahren als scharfe Kritikerin der Wall-Street-Hochfinanz. So forderte sie damals etwa einen besseren Verbraucherschutz. Rasch stieg Warren zu einem der bekanntesten Parteimitglieder im linken Flügel der Demokraten auf. Von Republikanern wird sie als Sozialistin beschimpft.

Klobuchar als bekannte Kandidatin aus dem Mittleren Westen

Klobuchar, die sich in ihrer dritten Amtszeit als Senatorin aus Minnesota befindet, ist die bisher bekannteste Kandidatin aus dem Mittleren Westen, wo die Demokraten Wähler zurückzugewinnen wollen. Stimmen aus der traditionell demokratisch geprägten Region hatten Trump 2016 ins Weiße Haus geholfen. „Für jeden Amerikaner, ich trete für dich an“, sagte sie bei der Ankündigung ihrer Kandidatur vor einer jubelnden Menge.

Klobuchar gilt als Politikerin, die Unterstützer aus ländlichen wie städtischen Regionen gleichermaßen hinter sich vereinen kann. Die 58-Jährige ist eine Pragmatikerin, die zur Zusammenarbeit mit den Republikanern gewillt und damit eine der produktivsten Senatorinnen bei der Verabschiedung von Gesetzen ist.

Von RND/AP