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Verkehrsminister Andreas Scheuer

Scheuer versichert: Boeing 737 Max 8 darf erst nach Aufklärung wieder fliegen

Fieberhaft wird nach der Ursache des Boeing-Absturzes in Äthiopien gesucht. stellt nur klar, dass der Luftraum für Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 erst dann wieder freigegeben wird, wenn alle Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will einer Wiederöffnung des deutschen Luftraums für Flugzeuge vom Typ der Boeing-Unglückmaschine erst nach Klärung aller Sicherheitsfragen zustimmen. „Das Flugzeug ist ein sehr sicheres Verkehrsmittel. Bei dem Flugzeugtyp Boeing 737 max 8 und 9 haben wir Zweifel“, sagte Scheuer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Darum bleibt für diese Maschinen der deutsche Luftraum so lange gesperrt, bis der Hersteller alle Zweifel ausgeräumt und alle Fragen beantwortet hat.“ Scheuer sagte, Sicherheit habe weiterhin höchste Priorität: „Dafür sorgt auch der enge Austausch der europäischen und internationalen Luftsicherheitsbehörden.“

Der europäische Flugraum war am Dienstag für Flugzeuge von Typ der Unglücksmaschine geschlossen worden. Am Mittwochabend zogen die USA nach.

Frankreich überprüft die Blackbox

Nach dem Absturz der Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines sind die beiden Flugschreiber in Frankreich angekommen. Die sogenannten Blackboxes seien am Pariser Flughafen Charles de Gaulle eingetroffen, teilte die französische Luftsicherheitsbehörde Bureau d’Enquêtes et d’Analyses (BEA) am Donnerstag mit.

Sie sollen am Nachmittag zur Auswertung in die Büros der BEA gebracht werden. Die BEA hatte zuvor via Twitter mitgeteilt, die äthiopischen Behörden hätten bei der Untersuchung der Flugschreiber um Unterstützung gebeten.

Bei dem Absturz am Sonntag in Äthiopien waren alle 157 Menschen an Bord der relativ neuen Maschine ums Leben gekommen. Die sogenannten Blackboxes zeichnen den Sprechfunk im Cockpit und alle Flugdaten auf, weswegen sie für die Klärung der Unglücksursache entscheidend sein könnten. Für gewöhnlich werden die Flugschreiber nach Unglücken ins Land des Flugzeugherstellers geschickt, was in diesem Fall die USA gewesen wären.

Von Rasmus Buchsteiner/RND