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Scheuer lobt Schüler für Klimaschutz-Demos: „Ihr Engagement ist gut für die Demokratie“

Scheuer lobt Klimaschutz-Demonstrationen der Schüler – Altmaier übt Kritik

Kritiker sehen Verkehrsminister Andreas Scheuer als Bremser in Sachen Klimaschutz. Nun lobt der CSU-Politiker die inzwischen europaweiten Freitags-Demos von Schülern. Auch vor seinem Ministerium in Berlin wird protestiert. Das Engagement der Jugendlich sei „gut für die Demokratie“, sagt Scheuer dem RND.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lobt die inzwischen europaweiten Klimaschutz-Demonstrationen von Schülern. „Ich kann ihr Anliegen grundsätzlich gut verstehen. Ihr Engagement ist gut für die Demokratie“, sagte Scheuer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Noch besser wäre es allerdings, wenn die Demonstrationen außerhalb der Schulzeiten stattfänden.“

Scheuer sagte, Klimaschutz stehe auf seiner Prioritätenlisten „ganz weit oben“. „Ich will gute Mobilität, saubere Luft und Klimaschutz“, so der CSU-Politiker. Wir machen Politik für moderne Mobilität – auch vor dem Hintergrund unserer Verantwortung für Heimat, Schöpfung und Klima.“ Er diskutiere immer wieder gerne mit Schüler-Besuchergruppen im Ministerium oder im Bundestag: „Da geht es auch, aber nicht nur um Klimaschutz.“

Scheuer bekennt sich ausdrücklich zu den international und national vereinbarten Klimazielen. „Die Ziele sind fixiert, und werden von mir auch nicht in Frage gestellt. Wir kennen unsere Verantwortung. Und sind dabei, Maßnahmen zu erarbeiten, die im Zeitalter von Digitalisierung und Mobilitätsfortschritt ganz konkret mehr Klimaschutz bringen.“

„Gute Ausbildung ist wichtig“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) übte hingegen Kritik an dem Demonstrationen. „Letztlich streiken die Schüler gegen sich selbst. Wenn sie später als Erwachsene die Welt verändern wollen, und das hoffen wir ja alle, dann ist eine gute Ausbildung wichtig“, sagte er dem „Spiegel“.

Altmaier fordert die Zehntausenden Jugendlichen, die in den vergangenen Monaten für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen sind, dazu auf, nicht mehr während der Schulzeit zu protestieren. „Die Demos wären außerhalb der Schulzeit nicht weniger sinnvoll. Dann würden wir auch mehr über das Klima und weniger über die Schulpflicht diskutieren“, sagte er.

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Von Rasmus Buchsteiner/RND