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Jemen, Sanaa: Männer inspizieren ein zerstörtes Haus nach einem vermutlich von Saudi-Arabien geführten Luftangriff. Quelle: Hani Al-Ansi/dpa (Archivfoto)

Saudi-Arabien macht Iran für Drohnenangriff verantwortlich

Die Lage am Arabischen Golf spitzt sich dramatisch zu. Mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen haben am Dienstag eine zentrale Ölpipeline in Saudi-Arabien angegriffen. Das Land reagierte nun mit Luftangriffen auf den Jemen und benennt einen Verantwortlichen.

Zwei Tage nach dem Drohnenangriff auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien haben Flugzeuge des Königreichs die jemenitische Hauptstadt Sanaa bombardiert. Diese wird von den Huthi-Rebellen kontrolliert, die für den Angriff auf die Pipeline verantwortlich sein sollen.

Saudi-Arabien macht seinen Erzfeind Iran für den Drohnenangriff verantwortlich. Der Angriff beweise, dass Jemens Huthi-Rebellen nichts anderes als ein Werkzeug seien, mit dem das iranischen Regime seine Expansionsagenda umsetzen wolle, erklärte Saudi-Arabiens stellvertretender Verteidigungsminister Chalid bin Salman auf Twitter.

„Die vom Regime in Teheran angeordneten und von den Huthis ausgeführten Terrorakte schließen die Schlinge um die laufenden politischen Bemühungen“, schrieb der Sohn von König Salman.

Auch der saudische Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Dschbair, twitterte, die Huthis seien ein untrennbarer Teil der iranischen Revolutionsgarden und setzten deren Befehle um. Das hätten sie durch Angriffe auf Einrichtungen in Saudi-Arabien bestätigt.

Ziel sind die Huthi-Rebellen

Die Bombardierung Sanaas sei der Beginn einer Operation gegen Huthi-Ziele, erklärte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition am Donnerstag, wie der TV-Kanal Al-Arabija meldete. Die Angriffe hätten sich unter anderem gegen Waffenlager gerichtet.

Auch der von den Huthis kontrollierte TV-Sender Al-Masirah berichtete von Luftangriffen in Sanaa. Dabei sei auch ein Wohngebiet bombardiert worden. Sechs Zivilisten seien getötet und Dutzende verletzt worden. Auch Aktivisten in sozialen Medien meldeten einen Angriff auf ein Wohngebiet.

Die Spannungen in der Region hatten in den vergangenen Tagen zugenommen. Mit Sprengstoff beladene Drohnen griffen am Dienstag eine der wichtigsten Ölpipelines Saudi-Arabiens an.

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Huthis haben international anerkannte Regierung aus Sanaa vertrieben

Die Huthis sprachen von einer Vergeltungsaktion. Das sunnitische Saudi-Arabien sieht in den Rebellen Verbündete seines Erzfeindes, des schiitischen Irans.

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Im bitterarmen Jemen tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg. Die Huthis haben große Teile des Landes überrannt und die international anerkannte Regierung aus Sanaa vertrieben.

Diese erhält Unterstützung der von Saudi-Arabien angeführten Koalition. Jets des Bündnisses greifen seit mehr als vier Jahren regelmäßig Ziele in dem Bürgerkriegsland an.

Von RND/dpa/ngo/lf

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