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Einer der mutmaßlichen Rechtsterroristen, die in Bayern und Sachsen festgenommen wurden, als er zum Bundesgerichtshof gebracht wurde (Archivfoto). Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Generalbundesanwalt erhebt Anklage gegen “Revolution Chemnitz“

Den Ermittlern zufolge wollte die rechte Terrorzelle „Revolution Chemnitz“ die Regierung stürzen und einen Umsturz herbeiführen. Nun hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen acht mutmaßliche Mitglieder erhoben.

Karlsruhe. Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe hat Anklage gegen acht Mitglieder der mutmaßlich rechtsextremen Terrorgruppe „Revolution Chemnitz“ erhoben. Wie NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichten, wird ihnen die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Auch „Tagesschau“ und „Tagesspiegel“ haben bereits über die Anklage berichtet.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte die Anklage, ohne weitere Details zu nennen. Eine Sprecherin verwies auf eine Pressemitteilung dazu, die noch im Laufe des Tages veröffentlicht werden sollte.

Die Männer sollen sich laut dem Medienbericht im September 2018 zusammengeschlossen haben, um tödliche Anschläge zu begehen, lautet nach dem Bericht der Vorwurf. Grundlage für die Anklage ist demnach etwa die Auswertung von Chatprotokollen der Mobilfunkgeräte der beschuldigten Männer im Alten von 21 bis 31 Jahren.

Die rechte Terrorzelle „Revolution Chemnitz“ strebte nach Erkenntnissen der Ermittler den Sturz der Bundesregierung und die Beseitigung des Rechtsstaats an. Auch einen Anschlag hatten sie schon geplant – am Tag der Deutschen Einheit 2018 in Berlin. Wie konkret die Planung war, ist nicht bekannt. Die Führung übernahm den Angaben zufolge Christian K., der auch „maßgeblicher Ideengeber“ gewesen sei.

Sieben der acht Rechtsterroristen waren Anfang Oktober 2018 festgenommen worden. Christian K. saß bereits seit September in Untersuchungshaft.

Von RND/das